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Die Schule Eglisau braucht mehr Platz

Im wachsenden Eglisau wird der Schulraum knapp. Die Behörde steht unter Zugzwang und wird am Dienstag für eine Schulhauserweiterung plädieren.

Von Heinz Zürcher Eglisau – Schon jetzt hat die Schule Eglisau Mühe, ausreichend Platz für Unterricht, Therapien, Mittagstisch und Büros zu finden. Die neuen Lernformen und Angebote an Tagesstrukturen, die das neue Volksschulgesetz verlangt, erfordern eine Erweiterung der Infrastruktur. Die Schulbehörde muss handeln. Zudem wächst die Gemeinde. Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr wird sich bis zum Jahr 2013 die Zahl der Schüler von 530 auf 630 erhöhen. Besonders auf Kindergartenstufe erwartet Schulpräsidentin Marianne Fröhlich einen Engpass. 2015 dürfte die Spitze in der Primarschule erreicht sein, 2016 in der Oberstufe. «Danach sinkt die Zahl gemäss der Studie wieder», sagt Marianne Fröhlich. Provisorien zu errichten, ist für sie keine Lösung. Diese wären nicht zweckmässig. «Ausserdem ist der zusätzliche Raumbedarf nicht nur vorübergehend vorhanden», sagt Fröhlich. «Auch aus Sicht der Zürcher Bildungsdirektion müssen wir bauen.» Kanton zahlt mit Viele Räume in den bestehenden Schulhäusern entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Zwei Kindergärten sind in Holzbaracken untergebracht. Drinnen sei es im Winter kalt und im Sommer unerträglich heiss, schreibt die Schule in ihrer Weisung zur ausserordentlichen Versammlung der Schulgemeinde vom kommenden Dienstag. Dort wird die Behörde für eine Erweiterung des Schulhauses Steinboden plädieren und einen Planungskredit in der Höhe von 130 000 Franken beantragen. Mit dem Geld soll ein Projektwettbewerb lanciert werden. Eine Ausstellung mit den besten Arbeiten wird im nächsten Frühjahr erwartet, die Fertigstellung der Erweiterung bestenfalls im Jahr 2013. Die Kosten des gesamten Projekts schätzen die Verantwortlichen auf 4 Millionen Franken. Die Behörde will in erster Linie zusätzlichen Platz schaffen für die beiden zu ersetzenden Kindergärten in Seglingen, für einen zusätzlichen Kindergarten, für ein weiteres Schulzimmer sowie für Gruppenräume und Räume für Tagesstrukturen. Die Bildungsdirektion hat das Raumprogramm abgesegnet, und der Kanton würde die Erweiterung mit 20 Prozent der Kosten mitfinanzieren. Eine weitergehende Beteiligung ist laut Marianne Fröhlich abhängig von der Finanzkraft der Gemeinde. Mit den Schulhäusern Steinboden und Städtli verfügt Eglisau über zwei Schulzentren, eines auf der linken und eines auf der rechten Seite des Rheins. Auch auf der Städtliseite wird Eglisau wachsen, allerdings weniger als auf jener des Schulhauses Steinboden. Entscheidend bei der Standortwahl für das geplante Projekt war jedoch, dass sich im Steinboden die bestehende Schulanlage im Unterschied zum Städtli erweitern lässt. Alle Schulstufen anbieten Die Erweiterung soll eine möglichst flexible Gestaltung der Räume zulassen. So kann die Behörde auf die weitere Entwicklung der Schülerzahlen und auf neue Raumbedürfnisse reagieren. Zudem wären bei der allfälligen Gründung einer Tagesschule die notwendigen Räume vorhanden. Eine Tagesschule würde gute Voraussetzungen schaffen, um auch Kindergärtler und Schüler aus anderen Gemeinden aufzunehmen. Für die Behörde ist dies insofern eine denkbare Variante, als sie sich zum Ziel gesetzt hat, langfristig weiterhin alle Schulstufen – vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe – in Eglisau anzubieten.

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