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«Die Rüschliker sind nicht generell unsolidarisch»

Ursula Rütter-Fischbacher von der Gruppe Solidarität Rüschlikon glaubt, dass die Schäden aus dem Rohstoffhandel vielen Leuten nicht bewusst sind.

Nach dem Nein zu 2 Steuerprozenten für soziale Zwecke Mit Ursula Rütter-Fischbacher sprach Sibylle Saxer Nach ersten Überlegungen sind wir zum Schluss gekommen, dass es sich um einen Abwehrreflex handeln muss. Nein. Wir gehen davon aus, dass den Schweizern noch nicht so bewusst ist, dass Rohstoffabbau oft Hand in Hand mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und Umweltschädigungen geht. Auch Firmen in der Schweiz verdienen ihr Geld so, das wollen viele nicht wahrhaben. Bei uns herrscht noch immer die Ansicht vor, Schweizer Firmen agierten nach ethisch hochstehenden Grundsätzen und dass jemand, der viel Geld verdient, besonders tüchtig ist. Die Rüschliker sind aber sicher nicht generell unsolidarisch, und sie wollen auch nicht einfach um jeden Preis sparen. Sie haben ja am Montagabend diskussionslos beschlossen, dass die Gemeinde künftig die Pflegekosten von Heimbewohnern in voller Höhe übernehmen soll. Wir haben im Vorfeld der Gemeindeversammlung das Gespräch mit dem Gemeinderat gesucht und diese Frage erörtert. Tatsache ist, dass Rüschlikons Steuereinnahmen so hoch sind, dass bereits Beträge für Kultur, bezahlbares Wohnen und Solaranlagen beiseitegelegt worden sind. Wichtiger, als Geld zu spenden, finde ich, dass die Leute sich der Problematik des Rohstoffhandels bewusst werden. Es kann nicht sein, dass für Schweizer Firmen im Ausland andere Umweltstandards als in der Schweiz gelten. Ursula Rütter-Fischbacher Die Geschäftsfrau ist Mitinitiantin der Gruppe Solidarität Rüschlikon.

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