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Die letzte Telefonzelle soll bleiben

Oberweningen/Schöfflisdorf – Der Gemeinderat von Oberweningen wehrt sich gegen die Schliessung der einzigen öffentlichen Telefonzelle im Dorf beim Gemeindehaus. Dies, nachdem die Swisscom als Betreiberin einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Die Anzahl der Anrufe aus der Zelle sei zu gering und der Betrieb unwirtschaftlich. Mit ein Grund für den Rückgang der Anrufe sei sicherlich die Verbreitung der Mobiltelefonie, räumt der Gemeinderat in seinem Verhandlungsbericht zwar ein. Doch nicht alle Oberweninger hätten ein Mobiltelefon und würden im Fall eines Abbaus der Zelle von der Grundversorgung abgeschnitten. Deshalb habe er den Antrag abgelehnt. Anders sieht es der Gemeinderat der benachbarten Gemeinde Schöfflisdorf. Die einzige Telefonkabine der Gemeinde in der Überbauung Schmittendörfli sei im vergangenen Jahr insgesamt nur 10-mal benutzt worden. Ausserdem sei die Zelle alt, und Zerstörungen durch Vandalen erhöhten die Kosten zur Aufrechterhaltung der Telefonkabine. Deshalb hat der Gemeinderat der Swisscom erlaubt, sie auf eigene Kosten zu entfernen. Er hält aber fest, dass er die Schliessung nicht von sich aus beantragt habe. Es sei an der Swisscom, über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Das Gesetz schreibt der Swisscom vor, in jeder Gemeinde der Schweiz mindestens eine Telefonkabine – modern Publifon genannt – zu unterhalten. Das ist Teil ihres Grundversorgungsauftrages. Sie kann sich aber von den Gemeinden auf Antrag entbinden lassen. Viele Gemeinden stehen in einem Interessenkonflikt zwischen Strukturerhaltung und wirtschaftlichem Betrieb. So hiess der Gemeinderat von Freienstein-Teufen den Abbau der Telefonzelle gut, während die Oberembracher daran festhalten wollen. In der Schweiz stehen nach älteren Angaben rund 8000 Telefonzellen, im Zürcher Unterland rund 100 Stück. (fca)

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