Zum Hauptinhalt springen

Die Grünen Wädenswil greifen die Anliegen der Mobilfunkantennen-Petitionäre auf

Der Stadtrat muss sich jetzt auch auf politischer Ebene mit der Problematik von Mobilfunkantennen befassen. Die Grünen haben einen neuen Lösungsansatz.

Von Marco Morosoli Wädenswil – Am Freitag hat die Interessengemeinschaft (IG) «Seeguet/Unterort strahlenfrei» beim Wädenswiler Stadtrat eine Petition eingereicht (der TA berichtete). 450 Personen haben sie unterschrieben. Die Grünen Wädenswil tragen deren Anliegen nun bereits auf die politische Ebene. Ihre Gemeinderäte Rita Hug, Adrian Stucki und Heinz Wiher haben beim Stadtrat am Wochenende ein Postulat deponiert, welches sechs Fragen zum Aufstellen von Mobilfunkantennen stellt. So wollen die Grünen unter anderem wissen, ob es möglich wäre, für die Mobilfunkantennen eine Zonen- und Schutzplanung zu erstellen. «Wir wollen das Problem der Sendemasten nicht nur für die Quartiere lösen, sondern für ganz Wädenswil», sagt Gemeinderat Heinz Wiher (Grüne). Im Vorstoss der Grünen wird der Wädenswiler Stadtrat nun dazu eingeladen, zu prüfen, wie «in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern optimale Antennenstandorte ausgesucht werden können». Wiher hat einen Katalog von idealen Punkten im Kopf. Eine alte Scheune sei viel eher geeignet, als wenn der Sendemast mitten in einem Wohngebiet geplant werde. Stadtrat übernimmt Führung Den Grünen schwebt dabei vor, dass der Stadtrat den Mobilfunkbetreibern Stellen vermittle, wo eine Mobilfunkantenne erstellt werden könnte. Für Wiher hätte dies einen entscheidenden Vorteil: «Heute muss der Stadtrat eine Antennen bewilligen, wenn alle gesetzlichen Auflagen erfüllt sind», sagt Wiher. Die Antennen müssen in die Zone passen, und die Strahlenbelastung darf den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert nicht überschreiten. Wenn der Stadtrat hingegen die Führung übernähme, hätte er diesbezüglich eine grössere Zahl von Einflussmöglichkeiten. Bei der Petitionsübergabe am vergangenen Freitag anerkannte Wädenswils Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) die Sorgen der Wädenswiler in Bezug auf die Standorte von Mobilfunkantennen. Dass der Vorstoss der Grünen mit demjenigen der Petition «Seeguet/Unterort strahlenfrei» zusammenfällt, sei nicht geplant gewesen. «Wir haben bereits im Februar eine schriftliche Anfrage zum gleichen Thema gestellt, aber die Antworten des Stadtrats haben uns nicht zufriedengestellt», sagt Wiher. Jetzt hätte die Partei nachgedoppelt. «Ich bin froh, dass wir in Sachen Mobilfunkantennen Verbündete haben», sagt Othmar Strasser. Zusammen mit Urs Fankhauser zieht er bei der Interessengemeinschaft «Seeguet/Unterort strahlenfrei» die Fäden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch