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Die Flyers verzweifelten an einem Klotener und sich selbst

Der Leader unterlag in Genf erst zum vierten Mal in dieser Saison – Servette-Torhüter Stephan stoppte 29 Schüsse.

Von Silvan Schweizer, Genf Die Genfer bejubelten nach der erlösenden Schlusssirene Eliot Berthon, den 18-jährigen Stürmer, der mit seinem 2:1 die Partie gegen Kloten entschieden hatte. In Les Vernets ging unter, dass sich die Fans eher bei Tobias Stephan hätten bedanken müssen. Der Goalie, der seine Karriere einst in Kloten lanciert hatte, stoppte 29 Schüsse und brachte den Leader zum Verzweifeln. Der Zürcher bescherte Servette erst zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge und er erreichte so, dass die Flyers auswärts erstmals keinen Punkt mitnahmen. Klotens Coach Anders Eldebrink war sichtlich ausgelaugt nach der vierten Niederlage, der Frust hatte ihn müde gemacht. Er sah das Problem nicht beim gegnerischen Torhüter, sondern vielmehr an der eigenen Unfähigkeit. «Wir schossen so schlecht, immer viel zu hoch», schimpfte er. «Wir können nicht immer gewinnen. Aber wenn man solche Chancen hat, ist ein solches Resultat enttäuschend.» Tatsächlich fanden die Flyers in ihren Abschlüssen für einmal nicht die gewohnte Effizienz. Alleine Kimmo Rintanen hatte eine Handvoll guter Möglichkeiten, nutzte aber selbst Alleingänge durch die löchrige Genfer Abwehr nicht. Es war generell nicht der Abend seiner ersten Sturmreihe. Auch nicht jener des emsigen Romano Lemm, dem einige schöne Dribblings gelangen, dafür erneut nicht sein erstes Saisontor. Immerhin war Kloten im Spiel eine Steigerung gelungen. In der Startphase hatte es sich noch völlig unkonzentriert präsentiert: Nach nur 28 Sekunden entwischte Salmelainen, vergab aber diese erste Chance. Etwas später reagierte Servette-Coach Chris McSorley dann clever, als Klotens Juniorenblock schon lange im Einsatz stand. Er beorderte seine Paradeformation aufs Eis – Savary und Bezina kombinierten sich zum 1:0. Die Partie war nur bei Vollbestand unterhaltsam, weil die Teams in Überzahlspielen harmlos agierten: Servette hat mit einer Erfolgsquote von unter neun Prozent mit Abstand das schlechteste Powerplay der Liga, Kloten gehört nur zum Mittelmass. So wurden die Mannschaften kaum kreativ, sondern lauerten auf Fehler des Gegners. Genutzt wurden davon indes nur noch zwei: Simon Bodenmann konnte nach 16 Minuten unbehelligt einen Handgelenkschuss anbringen und traf zum Ausgleich. Nach Spielhälfte folgte dann Berthons Führungstreffer, dem die Klotener so lange hinterher rannten. Eldebrink vor neuem Vertrag Noch aber führen sie die Tabelle komfortabel mit sieben Punkten Vorsprung an. Hinter den Kulissen wird bereits die Vertragsverlängerung von Coach Eldebrink aufgegleist. Auf Montag hat Sportchef Jürg Schawalder das erste Treffen angesetzt. «Ich bin überzeugt, dass wir uns finden werden», sagt er. Die finanziellen Punkte sollen dabei weniger zu reden geben. «Geld ist ihm nicht so wichtig», weiss Schawalder. Das wichtigere Thema dürfte sein, ob sich Eldebrink mit dem Sparkurs der Flyers einverstanden erklärt und auch mit einem tiefer dotierten Kader, vielleicht auch nur mit zwei Ausländern, in die nächste Saison gehen will.

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