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Die Flyers fielen im verschneiten Davos in den Winterschlaf

Keine Aggressivität, kein Tempo – Kloten kämpfte beim 1:3 in Davos mit einer unerwarteten Lethargie.

Von Silvan Schweizer, Davos Davos erlebte gestern den Wintereinbruch, dicke Schneeflocken kleideten den Skiort allmählich in ein weisses Gewand. Die märchenhafte Umgebung schien auch die Kloten Flyers bei ihrem letzten Besuch vor dem Spengler-Cup zu verzaubern – oder vielmehr zu lähmen. Nach zuletzt drei Siegen in Serie fielen sie plötzlich in einen Winterschlaf und unterlagen dem HCD 1:3. Damit wurden sie vom Rivalen auch in der Tabelle wieder überholt und liegen nun auf Platz 5. Wie bei ihrem letzten Gastspiel im Bündnerland Mitte Oktober, als sie rasch 0:3 zurücklagen, verpassten die Klotener bereits den Beginn: Im Angriff fehlten ihnen Tempo und Ideen, um die gut geordnete Davoser Defensive zu überlisten; sie kamen kaum zu einer Chance. Und hinten wirkten sie seltsam passiv, nicht richtig bei der Sache. Der starke Bürgler mit einem ansatzlosen Schuss sorgte nach 13 Minuten für die Führung. Nur eine Minute später doppelte Sykora nach, als der tschechische Goalgetter vor dem Tor allein gelassen wurde und sich nicht zweimal bitten liess. Steiners kurioses Eigentor Es war ein Drittel zum Vergessen. Dazu passte, dass Stancescu in der Pause beinahe von einem Werbeauto angefahren wurde, als er sich auf dem Eis beim Schiedsrichtertrio beschwerte. Doch die Pannenserie ging noch weiter: Kloten fand auch danach nicht in die Begegnung. Die Davoser, zum vierten Mal ohne ihren Leitwolf Reto von Arx angetreten, stürmten munter weiter. Nach 39 Minuten konnte Flyers-Verteidiger Steiner den Puck auf der Torlinie gerade noch stoppen, doch in seiner Orientierungslosigkeit bugsierte er ihn mit dem Schlittschuh doch noch ins eigene Tor.Das Beste für die Flyers war noch, dass sie trotz allem nie Gefahr liefen, in eine Kanterniederlage zu schlittern. Santala seit 12 Spielen ohne Tor Demut zeigten die Klotener erst nach Matchende. «Wir waren nie auf der Höhe, verloren verdient», sagte etwa stellvertretend Liniger. «Wir waren nach unseren drei Siegen zufrieden, machten es uns bequem. Wir hatten keine Aggressivität in uns, verloren wohl 90 Prozent der Zweikämpfe und so verliert man eben auch Spiele», ergänzte Coach Eldebrink. Der Schwede hatte zum Schluss noch versucht, mit einigen Blockumstellungen Impulse zu setzen. Doch der HCD hatte die Routine, sich zwar zurückzuziehen, die Partie aber beruhigt zu beenden. «Wir waren entschlossener, wollten nach zwei Niederlagen eine Reaktion zeigen. Das ist uns gelungen», sagte Doppeltorschütze Bürgler. Diesen Hunger vermisste Eldebrink bei seinem Team: «Stancescu war der Einzige, der bereit war für Abpraller.» Der Captain erzielte das einzige Klotener Tor in Überzahl, er hat in den letzten fünf Partien sechsmal getroffen. Doch das Toreschiessen ist derzeit auf zu wenigen Schultern verteilt. Santala etwa, eigentlich ebenfalls ein Leader, hat seit zwölf Partien nicht mehr getroffen. Diese Woche will sich Sportchef Schawalder zum zweiten Mal mit ihm zu Vertragsverhandlungen treffen und ihn vom Bleiben überzeugen. Der Finne selbst hatte auch schon bessere Argumente.

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