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«Der Weg zur erneuten Titelverteidigung wird steinig»

Dietlikons Unihockey-Trainer Marco Moser spricht vor dem Saisonstart über die Last der Favoritenrolle und die neuen Hoffnungsträgerinnen im Team.

Sie haben Anfang Woche den Trainer-Award für die Saison 2008/09 erhalten, am Sonntag beginnt für Ihr Team jedoch bereits die neue Spielzeit. Wie sehr fiebern Sie dem Start entgegen?

Ich bin froh, dass es losgeht. Der erste Teil der Saison, die Vorbereitung, ist endlich abgeschlossen. Ich freue mich auf die Meisterschaft. Wie lief die Vorbereitung?

Wir haben gut gearbeitet, und die Spielerinnen sind körperlich bereit. Dietlikon hat bisher einen Ernstkampf im Cup-Sechzehntelfinal bestritten und diesen locker gewonnen. Können Sie schon beurteilen, wo Ihre Mannschaft steht?

Das ist schwierig einzuschätzen. Suboptimal ist, dass Jennifer Meier und Marion Rittmeyer noch zwei bis drei Wochen ausfallen. Bei Janine Wüthrich kann es noch länger dauern. Zudem haben wir viele neue Spielerinnen im Team. Deshalb lässt sich nicht viel mehr sagen. Sie haben unter anderem den kompletten Ausländerinnen-Block, darunter MVP Karin Hjelm, ausgetauscht und mit Mirca Anderegg eine Teamstütze an Chur abgegeben. Wie fällt Ihr Vergleich zum letztjährigen Team aus?

Wir hatten natürlich gewichtige Abgänge zu verkraften, haben uns aber in einem ähnlichen Rahmen verstärkt. Die Frage wird sein, wer die Tore anstelle von Anderegg schiesst. Ich glaube, unsere neue Finnin Eliisa Alanko wird einen Teil kompensieren können. Kaum zu ersetzen ist dagegen Karin Hjelm, besonders in Eins-gegen-eins-Situationen. Die aus der U-21 nachgerückten Spielerinnen und Rückkehrerin Violetta Vögeli sollten aber Zug ins Spiel bringen. Ihr Team gilt nach wie vor als Meisterschaftsfavorit. Wie sehr verpflichten die vier Titel und die beiden Doubles, die Sie zuletzt in Folge geholt haben?

Wir streben hauptsächlich die Verteidigung des Schweizer-Meister-Titels an. Das Double zu holen, ist ein grosses Vorhaben. Wichtig ist in erster Linie, dass wir uns unter den ersten vier klassieren, um sicher in den Playoffs zu stehen. Es wird aber ein steiniger Weg. Plötzlich verletzt sich eine Spielerin schwer oder es passiert sonst etwas Unvorhergesehenes. Wir haben in den letzten Jahren jedoch genügend Erfahrungen gesammelt, um mit speziellen Situationen umzugehen. Speziell ist auch die Mehrfachbelastung. Im Oktober steht das Europacup-Finalturnier auf dem Programm, im Dezember die WM. Ist das ein Problem für Ihre Spielerinnen?

Die vielen Einsätze gehen natürlich an die Substanz, zumal der Europacup in Dänemark und die WM in Schweden mit zusätzlichen Reisen verbunden sind. Das ist aber nichts Neues für uns. Die vielen Einsätze sind zwar eine Belastung, aber auch eine Freude. Zurück zur Meisterschaft: Wer wird Dietlikon das Leben schwer machen?

Chur hat einige Nationalspielerinnen in seinen Reihen und mit dem Transfer von Anderegg einen Coup gelandet. Für mich sind die Bündnerinnen unser ärgster Konkurrent. Aber auch Winterthur wird ein Wörtchen mitreden. Diese drei Mannschaften werden den Titel wohl unter sich ausmachen. Und der Kontrahent aus dem Zürcher Oberland, die Floorball Riders?

Sie sind noch nicht weit genug, um den Titel zu holen. Die Playoffs sind aber sicher möglich. In der Swiss Mobiliar League gibt es neu ein Penaltyschiessen, wenn es nach der Verlängerung unentschieden steht. Was verändert das für Sie?

Das ist unwichtig. Wir gehen in der Verlängerung sowieso viel Risiko ein, um eine Partie vorzeitig zu entscheiden. In den letzten Jahren wäre es deshalb vielleicht ein-, zweimal zum Penaltyschiessen gekommen. Für die Zuschauer ist das aber auf jeden Fall eine attraktive Neuerung. Am Sonntag dürfte es kaum so weit kommen. Was erwarten Sie vom Auftaktspiel?

Burgdorf hat sich verstärkt und ist nicht zu unterschätzen. Sollten wir mit drei, vier Toren Unterschied gewinnen, wäre das super. Wichtig sind aber die 3 Punkte, der Rest ist egal.

Marco Moser erwartet, dass seine Dietlikerinnen die Bälle im Tor versenken.

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