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Der Fall Wila Prozess wird zweigeteilt

Viereinhalb Jahre dauerte es, bis der Prozess gegen die drei Angeklagten von Wila statt-finden konnte. Und der Fall ist mit der Verhandlung vor Geschworenengericht noch längst nicht abgeschlossen. Zuerst hatte das für Wila zuständige Bezirksgericht Pfäffikon die Anklage wegen fahrlässiger Tötung und qualifizierter einfacher Körperverletzung zurückgewiesen. Für die neue Anklage – vorsätzliche Tötung und schwere Körperverletzung – war nun nicht mehr Pfäffikon zuständig, sondern das Obergericht. Weil die Angeklagten nicht geständig waren, wies die Anklagekammer das Verfahren dem Geschworenengericht zu. Doch dabei blieb es nicht. Gegen die Zuteilung rekurrierte die jüngste Angeklagte: Weil sie zur Tatzeit noch nicht 25-jährig war, hatte sie laut Strafprozessordnung das Recht, zwischen dem Ober- und dem Geschworenengericht zu wählen. Obwohl es bisher aus prozessökonomischen Gründen üblich war, alle beteiligten Angeklagten vom gleichen Gericht beurteilen zu lassen, wurde dem Rekurs der jungen Frau in diesem Fall stattgegeben. Damit wäre eigentlich das Obergericht für sie zuständig. Doch der Prozess kann dieses Jahr nicht mehr stattfinden. Und ab dem 1. Januar 2011 gilt das neue eidgenössische Strafprozessrecht. Folge: Für die junge Frau zuständig ist wieder – das Bezirksgericht Pfäffikon.(thas.)

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