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Der Abfall verrät, was in Oetwil geschenkt wurde

Am Strassenrand haben sich gestern in Oetwil Abfallkartons gestapelt: Die erste Sammlung des Jahres zeigt auf, was unter den Weihnachtsbäumen lag.

Von Frank Speidel Oetwil – Haufenweise Arbeit wartet auf die Oetwiler Abfallleute an diesem Freitag. In Form von Karton steht sie bereit. Chauffeur Rasim Isic, Hans Vetterli und Thomas Sossade von der Entsorgungsfirma Grimm sammeln heute für die Oetwiler Einwohner den Karton ein. Vor den Häusern stapeln sich die Schachteln bereits zu kleinen Türmen. Es ist die erste Kartontour nach Weihnachten – und die Verpackungen verraten, was sich die Oetwiler vor zwei Wochen geschenkt haben. Die Temperatur ist perfekt fürs Kartonsammeln. 5 Grad warm ist es, und in der Nacht hat es nicht geregnet. «Ist der Karton mit Wasser vollgesogen, ist er um ein Vielfaches schwerer», sagt Sossade. Und wenn die Temperatur unter null fällt, wird es für die Belader im Fahrtwind sehr frostig. Im Restaurant Sternen berichten die Männer des Grüngut-Lastwagens dem Kartonteam beim Znüni noch von vergessen gegangenen Schachteln und einem Kunden, der den Karton im Grüngut-Container bereitstellte. So ging er natürlich prompt vergessen. Später wieder auf der Tour durch die abgelegenen Weiler blicken den Männern Kälber und erschreckte Kühe entgegen. Die Kartonhaufen bei den Bauernhöfen sind nicht so gross. Ein paar Eierschachteln, Weinkartons und neutrale, unbedruckte Schachteln. Auf einem Hof spielt ein Knabe mit zwei grossen Hunden. Er winkt dem Fahrer zu. Was die Bauernkinder zu Weihnachten bekamen, lässt sich anhand der Kartons nur schwer erraten. Ganz anders ist es in der Glärnischstrasse. Eine grosse Hometrainer-schachtel steht am Strassenrand. Unweit der Hometrainerverpackung, liegt die Schachtel eines elektrischen Keyboards. Ein Blick durch die Schachtelberge zeigt zudem: Lego und Playmobil stehen hoch im Kurs. Bei den Kindern zumindest. Denn es wurden viele Küchengeräte und Staubsauger geschenkt. Bei den Mädchen schwer im Trend ist Hello Kitty. Nicht rosa sind dafür die zahlreichen Computerschachteln. Die Arbeit der Belader ist streng, dies weiss auch Chauffeur Isic. Er war selber während zweier Jahre Belader. «Ich fahre jeweils so nahe wie möglich zu den Kartonhaufen.» Dies erleichtert die Arbeit der Männer hinten am Lastwagen. Auch ein Hometrainer wurde vor zwei Wochen geschenkt.Foto: Frank Speidel

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