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Das Gute: Keine Zeit für Nervosität

LCZ-Athlet Benjamin Gföhler startet unter schwierigen Vorzeichen zu seinem ersten internationalen Titelkampf.

Von Deborah Bucher Seine 6077 Punkte zum Saisonauftakt in Landquart kamen einer Leistungsexplosion sehr nahe. Benjamin Gföhler selbst war wenig verblüfft darüber. Vielmehr verwies er auf einen gleichermassen soliden wie gezielten Aufbau im Winter und als Folge auf eine logische Weiterentwicklung. Die Limite für die U-18-WM in Lille (Fr) ab heute Mittwoch war bei 5700 Punkten angelegt und deshalb für ihn keine wirkliche Herausforderung. Der 17-Jährige, der in seinem Alter als Mehrkämpfer erst in acht Disziplinen gefordert ist, blickte deshalb schon voraus und machte kurzfristig weiteres Steigerungspotenzial aus. Er orientierte sich an 6200 Punkten, die nach seiner Einschätzung vorausgesetzt werden, um bei den Titelkämpfen in die Medaillenränge vorpreschen zu können. Doch dann machte eine Verletzung dem Talent einen Strich durch die Rechnung. Der in Elgg wohnhafte LCZ-Athlet zog sich an Pfingsten bei einem Meeting in Götzis (Ö) eine Zerrung im linken Oberschenkel zu, musste den Wettkampf abbrechen und mit dem geregelten Training lange aussetzen. «Klar hat dieser Zwischenfall die Vorbereitung stark beeinträchtigt», sagt Klubtrainer Andreas Hediger. Er verschrieb seinem Schützling ein Rehabilitationsprogramm mit anfänglich zwei- und später noch einmal Physiotherapie pro Tag. Erst am Freitag bestand Gföhler einen vom Verband angeordneten medizinischen Check, denn bis zu diesem Zeitpunkt war er erst unter Vorbehalt selektioniert gewesen. Der Zürcher absolvierte ein «wettkampfnahes Training» (Hediger) und musste sich gründlich untersuchen lassen. «Das Wichtigste ist, dass sich Benjamin erholt hat», erwähnt Hediger. Deshalb mache ein Start Sinn, auch wenn die Versicherung gross sei. Immerhin sei im Vorfeld seiner Feuertaufe auf der internationalen Bühne gar keine Zeit geblieben, um Nervosität aufkommen zu lassen. «Er soll die Chance nutzen, um Erfahrungen zu sammeln, und nach Möglichkeit den Limitenwert bestätigen.» Benjamin Gföhler hatte ein grosses Hindernis zu überwinden. Foto: PD

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