Zum Hauptinhalt springen

Brandstifter muss ins Gefängnis

Ein junger Mann hat wiederholt Personen in gefährliche Situationen gebracht. Dafür muss er zwei Jahre ins Regensdorfer Gefängnis.

Von Attila Szenogrady Wallisellen – Es war am 7. Februar 2009, als der heute 20-jährige Beschuldigte in Wallisellen ein Haus in Brand steckte. Dies tat er im Wissen, dass mehrere Personen in den Räumen der oberen Stockwerke schliefen. Die Bewohner konnten das Haus verlassen, die Feuerwehr löschte die Flammen. Kurz darauf wurde der Täter aus Wallisellen festgenommen. Er legte ein Geständnis ab. Täter lockerte Radmuttern Den Behörden war ein Serienbrandstifter ins Netz gegangen: Laut Anklage hatte der Beschuldigte drei weitere Brände in Wetzikon, Grüningen und Oetwil am See gelegt. Hinzu kam eine Bombendrohung gegen das Einkaufszentrum Glatt: Im Januar 2008 musste es deshalb evakuiert werden. Zudem gefährdete er Menschen, indem er Motorhauben von Autos lockerte oder drei von vier Radmuttern löste. Das Jugendgericht Bülach verurteilte den jungen Mann im März 2010 wegen versuchter schwerer Brandstiftung und weiterer Delikte. Die Richter setzten dabei eine Freiheitsstrafe von drei Jahren fest und ordneten eine stationäre Behandlung des psychisch angeschlagenen Wallisellers in einer geschlossenen Abteilung an.Die Verteidigung verlangte nun am Zürcher Obergericht eine Strafsenkung auf zwei Jahre. Zudem sollte der Angeklagte in eine Anstalt für junge Erwachsene eingewiesen werden. Die Spezialabteilung in der Strafanstalt Pöschwies sei nicht der richtige Ort für seinen Klienten, plädierte der Rechtsanwalt. Zudem stellte er beim Feuer von Wallisellen eine versuchte schwere Brandstiftung infrage. Anstalt für Junge nützte nichts Das Obergericht bestätigte das Bülacher Urteil. Die Richter merkten an, dass auch ein längerer Freiheitsentzug in Frage gekommen wäre. Die stationäre Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung halten sie für richtig. Der Täter sei 2008 mehrere Monate lang in einer Einrichtung für jugendliche Straftäter stationär betreut worden – dennoch beging er nach seiner Entlassung erneut gravierende Delikte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch