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Beide «Amokfahrer» weiterhin in Haft

Wallisellen – Die beiden französischen Lenker, die am 27. Mai zwei Besucher des Clubs Indigo im Walliseller Industriequartier niedergefahren hatten, sitzen immer noch in Untersuchungshaft. Laut dem zuständigen Staatsanwalt geben sie zwar zu, am Steuer der Autos gesessen zu sein. Sie bestreiten hingegen, die beiden Männer absichtlich angefahren zu haben. Bei der Staatsanwaltschaft läuft der Fall unter Tötungsversuch. Ein Opfer wurde mittelschwer, das andere sehr schwer verletzt. Beide konnten das Spital inzwischen wieder verlassen. Nach der Tat flüchteten die beiden Autolenker und ihre zwei Begleiter. Die vier konnten später von der Polizei verhaftet werden. Es handelte sich um drei Franzosen und einen Portugiesen mit Wohnsitz in Frankreich. Die dunkelhäutigen Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren hatten ein Konzert des amerikanischen R&B-Sängers Trey Songz besucht. Bei den Opfern handelt es sich um einen 23-jährigen Nigerianer und einen 25-jährigen Kameruner, die ebenfalls am Konzert zugegen waren. Das Motiv der «Amokfahrt» ist weiterhin unbekannt. Laut Clubbesuchern soll der Nigerianer zuvor einen der beiden Autolenker bedroht und geschlagen haben, angeblich wegen eines Streits um eine Frau. Das Quartett habe dann fluchtartig das Lokal verlassen und die beiden Autos bestiegen. Die Lenker seien aus Angst und Panik in die beiden Männer gefahren, die sich mit weiteren Kollegen vor das Lokal begeben hatten. Der Franzose soll befürchtet haben, vom viel kräftigeren Nigerianer aus dem Auto gezerrt und erneut verprügelt zu werden. Dass die beiden Autofahrer schon fast ein halbes Jahr in Untersuchungshaft sitzen, deutet darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft hinter diese Version ein grosses Fragezeichen setzt.(hoh)

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