Zum Hauptinhalt springen

Autostopp ganz legal

Besonders für ältere und gehbehinderte Einwohner von Augwil ist der Weg zur Bushaltestelle beschwerlich. Ein Mitfahrprojekt schafft nun Abhilfe.

Von Sandra Zrinski Lufingen – Der Lufinger Ortsteil Augwil ist wegen seiner Hanglage ein beliebter Wohnort. Rund 600 Personen sind dort ansässig, vorwiegend in Einfamilienhäusern. Weil die Liegenschaftenbesitzer auch im Alter in ihren Häusern wohnen bleiben, leben inzwischen viele ältere Menschen in Augwil. Für sie ist der Weg zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrs oft beschwerlich. Die Gemeinde hat geprüft, ob die Route des Busses von Kloten her durch das Dorf geführt werden kann. «Das hätte jedoch mehrere 100 000 Franken gekostet», sagt Gemeindeschreiber Kurt Renk. Auch eine Taxifahrt mit einem Kleinbus von Oberaugwil zur Busstation Marchlen und wieder retour geht mit rund 70 Franken ins Geld. Verein organisiert Transport Auf der Suche nach einer Lösung ist die Gemeinde in Hinwil fündig geworden. Mit knallig pinkfarbenen Tafeln sind dort Stationen in den Quartieren gekennzeichnet, wo man sich als Mitglied des Vereins «Alpenblick führt mit» hinstellen kann. Fährt ein anderes Vereinsmitglied mit dem Auto vorbei, kommt man zu einem bequemen Taxidienst. In Lufingen wird das Angebot noch niederschwelliger organisiert. «Wir werden keinen Verein gründen», sagt Gemeindeschreiber Renk. In Augwil sollen aber wie in Hinwil an neun verschiedenen Standorten Tafeln aufgestellt werden. Wer eine Transportgelegenheit braucht, kann dort hinstehen. «Mitfahren kann man dann bis zur Bushaltestelle Marchlen», so Renk. Dort könne man dann auf den ÖV umsteigen. In umgekehrter Richtung müsse man sich mit den Automobilisten absprechen, bis wohin man mit darf. «Da kanns wohl auch mal sein, dass man bis vor die Haustüre chauffiert wird.»Den Kredit von 4000 Franken für die Tafeln hat der Lufinger Gemeinderat kürzlich gesprochen. Bis Mai sollen sie aufgehängt sein. Zusätzlich wird die Bevölkerung vor dem Start mit Flyern über das neue Angebot informiert. «Wir werden auf der Gemeindekanzlei auf Wunsch auch laminierte Schilder abgeben. Diese kann man an den Haltestellen raushalten und so signalisieren, dass man zur Marchlen mitfahren möchte», sagt der Gemeindeschreiber. Zusätzlich will der Gemeinderat beim Golfplatz auf die neue Mitfahraktion aufmerksam machen. «So können wir vom Verkehr profitieren, der durch die Golfspieler entsteht.» «Das Angebot steht und fällt mit der Beteiligung der Bevölkerung», sagt Renk. Daran hapert es derzeit in Hinwil. So gibt es sehr wohl viele Personen, die jemanden mitnehmen würden. Allerdings stehen nur selten Personen bei den leuchtend pinkfarbenen Tafeln, die einen privaten Taxidienst wünschen. Das Signal fürs Mitfahren . Foto: PD

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch