Zum Hauptinhalt springen

AusweispflichtKinder kommen in Beizen mühelos an Alkohol,TA vom 27. 12.«Der Weg, um den Alkoholmissbrauchzu senken, führt übers Portemonnaie»

AusweispflichtKinder kommen in Beizen mühelos an Alkohol,TA vom 27. 12.«Der Weg, um den Alkoholmissbrauchzu senken, führt übers Portemonnaie» «Nichts für ungut». Die Lösung wäre ganz einfach. Neuseeland machts vor: In jedem Lokal und jedem Geschäft, das die Lizenz zum Verkauf von Alkohol besitzt, hängt ein Schild. Es beginnt mit einem «No offence» (Nichts für ungut) und informiert darüber, dass sich jede Person, die jünger als 25 aussieht, ausweisen muss. Die effektive Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Weil der Augenschein aber leicht trügen kann, wurde die Altersspanne für die Kontrollen bewusst erhöht. Peter Lienhard, Uster Erwachsene sollten Vorbild sein. Die Tatsache, dass Kinder im Kanton Zürich problemlos Alkohol erhalten, kommentiert TA-Redaktorin Liliane Minor unter der Überschrift «Ein dreifacher Skandal». In Wahrheit ist der Skandal noch weit grösser. Man muss ja davon ausgehen, dass in all den Gemeinden, in denen noch keine Testkäufe durchgeführt werden, das heisst in drei Viertel der Gemeinden, auch zu über 60 Prozent Alkohol abgegeben wird. Ein Skandal ist aber auch, dass von den Jugendlichen erwartet wird, dass sie sich an ein Gesetz halten, das nur sie einschränkt, die Erwachsenen sich aber einen Sport daraus machen, Gesetze nach Möglichkeit zu umgehen (z. B. Strassenverkehr, Steuerpflicht). Auch treffen sie keine Anstalten, die Umwelt für die Jugendlichen weniger alkoholbelastet erscheinen zu lassen, damit Prävention für Jugendliche glaubwürdiger wird. Da wird sofort auf das Recht auf persönliche Freiheit gepocht, sogar auf das Recht auf Selbstzerstörung. Hermann T. Meyer, Effretikon Hohe Strafen. Wir waren in Neuseeland. In Blenheim der Ort liegt im Zentrum eines der wichtigsten Weinanbaugebiete des Landes hatte man auch Probleme mit dem Verkauf von Alkohol an Minderjährige. Countdown, eine grosse Supermarktkette in Neuseeland, durfte eine Woche keinen Alkohol verkaufen und der Geschäftsleiter seinen Laden während vier Wochen nicht betreten. Liquorland in Nelson, ein Laden, der vollumfänglich vom Alkohol lebt, musste den Shop 24 Stunden schliessen; der Chef durfte den Laden drei Wochen lang nicht betreten. Dies alles hat ein Gericht in Nelson entschieden. Wie gross die Umsatzeinbusse bei Countdown aufgrund dieser Urteile war, wurde nicht kommuniziert. Aber der Verlust dürfte die Betroffenen mit Sicherheit geschmerzt haben. Der Weg führt immer übers Portemonnaie. Warum nicht bei uns ? Christian Erhart, Rüttenen Alkoholgesetz in Revision. Im TA-Kommentar «Ein dreifacher Skandal» zum Alkoholverkauf an Minderjährige wäre aus meiner Sicht ein Hinweis angebracht gewesen, dass das eidgenössische Alkoholgesetz in Revision ist. Darin sollen Testkäufe in einem eigenen Gesetzesartikel geregelt werden. Ein fundierter Kommentar zum Thema hätte die Vernehmlassungsantworten der Parteien zu diesem neuen Artikel 9 erfragt. Eine Regelung auf eidgenössischer Ebene in der vorgesehenen Formulierung ist aus meiner Sicht zweckmässig. Die Grünen des Kantons Zürich haben mit der Motion 196/2006 eine Konkretisierung der Strafbestimmungen im kantonalen Gastgewerbegesetz verlangt, insbesondere den Patententzug als Strafbestimmung bei wiederholten Verstössen gegen Abgabe- und Anpreisungsbeschränkungen für alkoholische Getränke (Art. 11 LGV). Die Motion wurde auch von der EVP abgelehnt. Patententzug als Strafe wäre wesentlich wirksamer als das Büssen gestresster Verkäufer. Wirksam ist übrigens auch, wenn Eltern selber Anzeige bei Verstössen gegen Art. 11 LGV machen. Die Eidgenössische Alkoholverwaltung gibt dazu Hilfestellung. Robert Brunner, Steinmaur

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch