Zum Hauptinhalt springen

Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen kostet eine halbe Milliarde

Zürich – Teuer, komplex, aber früher oder später nötig: Das ist die Bilanz nach der gestrigen Debatte im Kantonsrat über einen Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen von drei auf vier Geleise. Weil es noch nichts zu beschliessen galt, waren sich alle einig: Stadelhofen wird zu einem der engsten Flaschenhälse im Zürcher Eisenbahnnetz. Postulant Thomas Maier (GLP, Dübendorf) sagte es so: «Beim genialen Wurf mit Hirschengraben- und Zürichbergtunnel wurde beim Bau der S-Bahn ein Fehler gemacht: Leider hat man aus Kostengründen das vierte Geleise wieder rausgekippt.» Eine grobe Studie des Regierungsrats zeigt, dass ein Ausbau 470 Millionen Franken kosten und mindestens neun Jahre dauern würde, inklusive Planung. Nötig wäre ein zweiter einspuriger Riesbachtunnel (1,4 Kilometer) nach Tiefenbrunnen und eine Anbindung an den Zürichbergtunnel. Hauptproblem: Das vierte Geleise könnte nicht neben die bisherigen drei zu liegen kommen, weil die Wand mit massiven Bodenankern gesichert ist. Das neue Geleise müsste deshalb 40 Meter bergwärts und etwas tiefer als die heutigen Geleise auf der Höhe der Ladenpassage zu liegen kommen. Sabine Ziegler (SP, Zürich) forderte entschlossenes Vorwärtsmachen, sonst werde der Ausbau noch viel teurer. «Das wäre eine volkswirtschaftliche Idiotie.» Willy Germann (CVP, Winterthur) meinte, dass der Brüttenertunnel auch für Stadelhofen eine Entlastung bringe und deshalb Priorität habe. Eine Entlastung bringt auch die Durchmesserlinie.(rba)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch