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«Ein fünftes Gleis braucht es am Stadelhofen für lange Zeit nicht»

Verkehrsplaner Francesco Corman vergleicht den Bahnhof Stadelhofen mit der teuersten Maschine einer Produktion. Und er sagt, warum die S-Bahn trotz autonomer Autos wichtig bleibt.

Das Siegerprojekt für den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen sieht eine einzelne Röhre mit Gleis und Perron im Berg vor. Visualisierung: SBB

Das Siegerprojekt für den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen sieht eine einzelne Röhre mit Gleis und Perron im Berg vor. Visualisierung: SBB

Liliane Minor@MinorLili

Ist das Ausbauprojekt von Giuliani Hönger Architekten am Stadelhofen sinnvoll?Francesco Corman: Ja. Das Wachstum und die Belastung des schweizerischen Schienennetzes sind im Vergleich zu den Eisenbahnen weltweit sehr hoch. Trotzdem ist die Qualität, etwa die Pünktlichkeit, hoch. Dies liegt an einer sehr effektiven Planung. Die S-Bahn in der Nähe von Zürich ist das Ergebnis davon: Sie sorgt dafür, dass eine grosse Menge von Menschen mit hoher Geschwindigkeit in eine geschäftige Innenstadt gelangen, wobei sie nur wenig Platz beansprucht, im Vergleich zu den für Autos erforderlichen Strassen- und Parkflächen.

Das in den nächsten 20 Jahren zu erwartende Mobilitätswachstum ist sehr hoch, und wir freuen uns, dass dieses Wachstum hauptsächlich im öffentlichen Verkehr stattfindet. Das bedeutet auch, dass wir uns vorbereiten müssen. Der Ausbau des Stadelhofen ist ein solcher Fall, bei dem Zeit und Planung erforderlich sind, um dem künftigen Bedarf gerecht zu werden. Wir planen schliesslich eine Station für 2035, was noch relativ lange vor uns liegt.

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