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Die Supernanny der Superlative

Sie ist das wohl populärste Kindermädchen der Welt: Mary Poppins ­verzauberte Millionen. Nun kommt das Musical nach Zürich. Dazu ein paar Zahlen.

Woher kommt Mary Poppins geflogen? Aus London, genau. Foto: Chris J Ratcliffe (Getty Images)
Woher kommt Mary Poppins geflogen? Aus London, genau. Foto: Chris J Ratcliffe (Getty Images)

Seit mehr als fünfzig Jahren ist Mary Poppins das wohl beliebteste Kindermädchen überhaupt. 1964 begann ihr Aufstieg – und bis heute hält er an: Walt Disney verfilmte die Geschichte der australischen Autorin Pamela Lynwood Travers. Sie erzählt, wie das magische Kindermädchen mit dem Regenschirm Anfang des 20. Jahrhunderts das Familienleben an der Londoner Cherry Tree Lane 17 wieder unter Kontrolle bringt. Dort leben George und Winifred Banks mit Jane und Michael – die beiden Kinder haben eine stolze Trophäensammlung vorzuweisen: Sie treiben Kindermädchen reihenweise in den Wahnsinn und aus dem Haus.

Der Film wurde 1964 mit fünf Oscars ausgezeichnet. Die Geschichte funktioniert auf der Bühne ebenso gut wie auf der Leinwand: 2004 feierte Mary Poppins die Premiere in der Form eines Musicals, seither wurde das Stück mehrfach ausgezeichnet. Nun kommt die gemeinsame Produktion des englischen Musicalproduzenten Cameron Mackintosh und Disney erstmals in die Schweiz, genauer nach Zürich ins Theater 11.

1. Februar bis 19. März im Theater 11. Video: Freddy Burger Management

12 Millionen vor der Bühne

Auf der Bühne ist die Nanny nicht nur beliebt, sondern auch äusserst erfolgreich: Sie verzaubert das Publikum – jahrelang und millionenfach. Die Zahlen rund um das preisgekrönte Musical sind beeindruckend. In 12 Jahren haben über 12 Millionen Zuschauer das Stück gesehen. Es lief am Londoner West End während drei Jahren nonstop, das sind knapp 1300 Vorstellungen. Am Broadway in New York wurde Mary Poppins während mehr als sechs Jahren gezeigt. Über jede Aufführung wird akribisch Buch geführt. Es wird notiert, was sich auf und neben der Bühne abspielt.

Für das Gastspiel in Zürich haben die Veranstalter 62 Hin- und Rückflüge nach Zürich gebucht. Für die Zeit des Gastspiels wurden hauptsächlich in Zürich-Nord 83 Appartements für die Crew angemietet. Für die Aufführung wurden im Theater 11 sogar bauliche Anpassungen nötig: Im 18 Meter hohen Bühnenturm hängen für Mary Poppins 25 Tonnen Material, dafür musste der Bau extra verstärkt werden. Die Bühne wird mit 100 Scheinwerfern beleuchtet, fünf Rauch-, Dunst- und Nebelmaschinen sorgen dafür, dass im Theater 11 neblige Stimmung entsteht wie im London um 1910.

64 Waschgänge pro Woche

Von Grossbritannien fuhren 18 Sattelschlepper das Material für Mary Poppins nach Zürich, der Transport nahm 4 Tage in Anspruch, danach wurden 72 Stunden im Schichtbetrieb für den Aufbau benötigt. Im März wird das ganze Material in Oerlikon wieder verladen: Die nächste Station der Tournee ist Dubai, wo die Aufführungen im Mai beginnen. In Zürich sind 107 Personen – davon sind 45 Darsteller und 13 Musiker – dafür besorgt, das Publikum in acht Vorstellungen pro Woche während knapp drei Stunden zu verzaubern. Die Rollen der beiden Kinder Jane und Michael teilen sich zehn Mädchen und Buben, die fünf Zweierteams bilden. Bei den Aufführungen steht jeweils ein Team auf der Bühne und ein zweites abrufbereit dahinter.

So ein Musical ist eine schweisstreibende Angelegenheit. Jede Woche sind 64 Maschinen nötig, um die Kostüme zu waschen. Zum Inventar der Tour gehören drei Waschmaschinen, vier Tumbler und je drei Bügeleisen und -bretter. Zur Ausrüstung gehören auch 90 Echthaarperücken.

Dass Mary Poppins eine englische Produktion ist, macht sich im Verbrauch von Tee bemerkbar: Allein die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Garderoben konsumieren im Lauf eines Gastspiels mehr als 4000 Tassen Tee.

Mary Poppins, 1. Februar bis 19. März, Theater 11, ab 6 Jahren, in Englisch. www.musical.ch/marypoppins

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