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Die Stimme des Zätt Äss Cee

Eine neue Biografie ehrt den Moderator Walter Scheibli. Der TA besuchte ihn im Hallenstadion. Ein Porträt in zehn Stichworten.

Ohne gelben Pulli fährt Walter Scheibli nicht mehr ins Stadion. Foto: Urs Jaudas
Ohne gelben Pulli fährt Walter Scheibli nicht mehr ins Stadion. Foto: Urs Jaudas

Das Telefon

Auf der breiten Journalistentribüne im Hallenstadion steht ein einziges Telefon. Es gehört zu Walter Scheiblis Platz. Warum genau es dort steht, weiss Scheibli nicht. Fürs Radio arbeitet er heute nur noch sporadisch. Als Moderator beim Lions-TV, bei dem er derzeit moderiert, benötigt er es nicht. Klar ist: in der Vergangenheit hat sich Scheibli als Virtuose im Umgang mit dem Telefon erwiesen, er war quasi der Mozart des Festnetzes. Zum Beispiel als er während der Tour de Suisse mit Markus Gilli auf dem Töff von Telefonkabine zu Telefonkabine tuckerte, um das Zwischenresultat zu übermitteln, und die Passanten nach Kleingeld fragte. Oder als unterbrochene Telefonleitungen bei Tschornomoretz Odessa im Europacup gegen GC erst mit etwas Schmiergeld zu funktionieren beginnen. Oder als Scheibli entdeckt, dass die Hockey-Zwischenergebnisse in Bern früher bekannt sind als in Zürich und er in jeder Drittelspause zum Hörer greift – und seine Konkurrenten mit diesem Schachzug abhängt. Das Telefon, es war Scheiblis Instrument, das er blind spielen konnte. Bei unserem Besuch im Hallenstadion greift der 83-Jährige dann tatsächlich noch zum Hörer: als er seiner Frau Margrit mitteilt, er habe seinen Kugelschreiber zu Hause liegen lassen, ob sie ihm diesen mitbringen könne.

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