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Forschung mit Leichenteilen

Medizin Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften hat gestern neue Richtlinien für die Verwendung von Leichenteilen in Forschung, Aus- und Weiterbildung bekannt gegeben. Dies nachdem der Import von 40 Füssen aus den USA für Operationsübungen für Aufsehen gesorgt hatte.Im Prinzip brauche es bei allen Eingriffen in die körperliche Integrität – zu Lebzeiten oder nach dem Tod – eine rechtswirksame Einwilligung, schreibt die Akademie in den Richtlinien. Dies könne ein schriftliches Vermächtnis des Spenders oder eine Einwilligung der Angehörigen sein. Der Import von Leichen und Leichenteilen sei möglich. Allerdings müsse die Einwilligung des Spenders verdeutlichen, dass er auch mit dem Export einverstanden war. Als äusserst problematisch erachtet die Akademie die vielerorts gängige Praxis, dass mit Gewebe, das bei einer Obduktion entnommen wurde, ohne weitere Information oder gar Zustimmung der betroffenen Personen Forschungsvorhaben durchgeführt würden. Anfang 2006 wurde bekannt, dass 40 tiefgefrorene Füsse aus den USA in die Schweiz importiert wurden. Teilnehmer eines Kurses in Fuss-Chirurgie übten daran das Operieren. Dies und der Umstand, dass über die rechtlichen Grundlagen verbreitete Unkenntnis herrscht, veranlassten die Akademie, Empfehlungen auszuarbeiten. (ap) >

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