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Rückkehr zur Normalität braucht ihre Zeit

Die Euphorie an den globalen Aktienmärkten zu Beginn dieses Jahres ist schnell verflogen. Weitere substanzielle Abschreiber im Finanzsektor sowie neue Negativmeldungen vor allem aus dem verarbeitenden Sektor wirkten sich lähmend auf die Aktienmarktentwicklung aus. In Anbetracht der unerfreulichen Rahmenbedingungen hielten sich die Dividendenpapiere aber ansprechend.Weiterhin ein rezessives UmfeldAlle wichtigen Industrieländer befinden sich seit mindestens Mitte des letzten Jahres in einer Rezession. Die konjunkturellen Frühindikatoren neigen insgesamt weiterhin zur Schwäche. Sie signalisieren damit kein schnelles Ende der wirtschaftlichen Kontraktion. Als Hemmschuh erweist sich vor allem die Nachfrage der privaten Haushalte in den USA. Diese stehen mit der Konsolidierung ihrer finanziellen Situation jedoch erst am Anfang. Die kontinuierliche Verschlechterung am Arbeitsmarkt dürfte den Spardruck zusätzlich verstärken. Ungünstige Auswirkungen auf die Realwirtschaft hat auch die schwierige Lage bei den Banken, die bei der Kreditvergabe sehr zurückhaltend sind. Noch keine EntwarnungEine nachhaltige Besserung der Aktienmarktperspektiven ist daher erst dann in Sicht, wenn sich die finanzielle Situation der Banken stabilisiert hat. Das Vertrauen in die Banken – auch untereinander – ist noch nicht vollständig zurückgekehrt. Immerhin haben die konzentrierten Aktionen der wichtigsten Regierungen und Notenbanken die Gefahr eines Kollapses des Finanzsystems markant reduziert. Vor diesem Hintergrund ist es nach wie vor sinnvoll, vorderhand an einer defensiven Aktienmarktpositionierung festzuhalten. Einen Hoffnungsschimmer stellen allerdings die von der neuen US-Administration in Aussicht gestellten Reform- und Konjunkturstimulierungspläne dar, die zur Lösung des gordischen Knotens an den Aktienmärkten massgeblich beitragen könnten. An den Obligationenmärkten wurde eine Rezession bereits vorweggenommen. Das Potenzial für Staatsanleihen erachten wir deshalb als beschränkt.Der Blick ins MusterdepotIm Bereich Aktien favorisieren wir derzeit Anlagefonds, welche eine Konzentration ihrer Anlagen auf finanziell solide Unternehmen aufweisen. Im zuletzt schwierigen Marktumfeld hat sich das Step-Zertifikat auf den Euro-Stoxx-50-Aktienmarktindex sehr bewährt, weshalb wir vorläufig daran festhalten. Unter den Themen-Fonds sticht vor allem unsere Anlage in Goldminenaktien heraus. Der Kursverlauf präsentierte sich in den vergangenen Monaten zwar sehr volatil, die Perspektiven erachten wir jedoch weiterhin als günstig. Als interessant stufen wir auch den Care Group Global Sustainable Fund ein, welcher belegt, dass nachhaltiges Investieren nicht zulasten der Relativperformance gehen muss. Bei den Obligationenanlagen billigen wir erstklassigen Unternehmensanleihen – vorzugsweise AAA- und AA-Schuldner – eine bessere Wertentwicklung als Staatsanleihen zu. Die Renditeaufschläge sind im historischen Vergleich als sehr attraktiv einzustufen. Im vergangenen Herbst haben wir unsere Anlagen in Funds of Hedge Funds reduziert. Eine weitere Reduktion sehen wir derzeit nicht vor, verbessern sich doch die Marktbedingungen für versierte Hedge-Fonds-Manager zusehends.>

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