Zum Hauptinhalt springen

Potenzial für 1150 neue Stellen

Die Wirtschaftsförderung des Kantons Bern hat letztes Jahr 65 Projekte von Unternehmen unterstützt. Sie geht davon aus, dass damit mittelfristig 1150 neue Arbeitsplätze geschaffen und Investitionen von 328 Mio Franken ausgelöst werden.

Im Vorjahr waren die Zahlen tiefer ausgefallen: 2007 hatte die Wirtschaftsförderung des Kantons Bern (WFB) 53 Projekte unterstützt und Investitionen von 213 Mio in Aussicht gestellt. Wegen der internationalen Wirtschaftskrise geht die WFB heute davon aus, dass die neuen Arbeitsplätze und die Investitionen «zum Teil Verzögerungen erfahren werden». Die 2008 unterstützten Unternehmen stammen laut einer Mitteilung von gestern aus den Regionen Bern (25), Biel-Seeland (15), Berner Jura (9), Oberaargau (9), Berner Oberland (6) und Emmental (1). Darunter sind Firmen wie United Security Providers in Gümligen, Cygnus in Thun, Biketec in Kirchberg, Heiniger in Herzogenbuchsee, Lastec in Brügg und Arcofil in Saint-Imier. 20 Firmen neu angesiedeltDie WFB hat 2008 dazu beigetragen, dass sich 20 Unternehmen im Kanton Bern ansiedelten. Als Beispiel nennt die WFB die deutsche Beck Swissform in Bleienbach. Im Rahmen der Standortpromotion wurden 430 Gespräche mit Firmen geführt. Zudem kam es zu 58 Besuchen zwecks Abklärungen. Die neu angesiedelten Firmen wollen 154 Arbeitsplätze schaffen. Knapp 80 Prozent der unterstützten Projekte sind in den von der WFB definierten sechs Cluster tätig. Auf die Präzisionsindustrie entfallen 29, auf die Informatik 9, auf Dienstleistungen 6, auf die Medizin 4, auf die Energie- und Umwelttechnik 2 und auf den Design-Cluster eines. 14 Projekte von exportorientierten Firmen stammen aus andern Branchen. Wer von der WFB mit geldwerten Leistungen unterstützt wird, muss während mindestens fünf Jahren Bericht über den Fortschritt der Projekte erstatten. Derzeit betrifft dies 437 Unternehmen. 78 Prozent der Projekte befinden sich in der Umsetzung oder sind bereits abgeschlossen. Bis Ende 2007 haben diese Unternehmen laut der WFB im Kanton Bern 7377 Arbeitsplätze geschaffen und rund 5,7 Mrd Franken investiert. Die Investitionen sind damit doppelt so hoch ausgefallen wie geplant, schreibt der Kanton. Andererseits seien aber nicht ganz so viele Arbeitsplätze geschaffen worden wie ursprünglich angenommen. Laut der WFB liegt der Realisierungsgrad bei 92 Prozent. Zum Anteil von 22 Prozent an nicht umgesetzten Projekten sagt WFB-Leiter Denis Grisel, dies hänge mit den Risiken zusammen, die zum Wirtschaftsleben gehörten. Teils seien Entwicklungen falsch eingeschätzt worden oder Firmen in Konkurs geraten. Wichtig sei, dass die Gesamtbilanz positiv ausfalle. (sda)>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch