Zum Hauptinhalt springen

IT-Branche stark unter Druck

Technologiemarkt Die Wirtschaftskrise vernichtet in vielen bekannten Hightech-Firmen derzeit Tausende Arbeitsplätze. Microsoft streicht erstmals in der Geschichte massiv Jobs – weltweit fallen 5000 Stellen weg. Weil Unternehmen und Konsumenten ihre Ausgaben für Computer und Handys massiv gekürzt haben, erlitt Microsoft im Ende Dezember abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch um 11 Prozent auf 4,17 Mrd Dollar. «Wir sind nicht immun gegen die Auswirkungen der Wirtschaft», sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer. Die 5000 Arbeitsplätze, die nun wegfallen, entsprechen etwa 5 Prozent der Belegschaft. Auch Intel reagiert mit der Schliessung von fünf älteren Fabriken auf den Gewinneinbruch von 90 Prozent im vergangenen Quartal. Das kostet bis zu 6000 Stellen. Der Chiphersteller müsse im laufenden Quartal um die Profitabilität kämpfen, teilte Firmenchef Paul Otellini mit. Die Umstrukturierung solle bis Ende 2009 dauern. Handy-Weltmarktführer Nokia hat es ebenfalls schwer erwischt. Im Schlussquartal 2008 brach der Nettogewinn auf nur noch 576 Mio Euro gegenüber 1,8 Mrd Euro ein Jahr zuvor ein. Der Umsatz schrumpfte um 19,4 Prozent auf 12,7 Mrd Euro. Für 2009 gab das Unternehmen eine düstere Prognose ab: Der Handy-Absatz aller Hersteller werde um 10 Prozent schrumpfen. Vor wenigen Wochen hatte Nokia ein Minus von 5 Prozent angekündigt. Demgegenüber stieg die Aktie von Apple gestern deutlich, nachdem der erfolgsverwöhnte Computer- und iPod-Hersteller trotz der Wirtschaftskrise einen Rekordumsatz von erstmals über 10 Mrd Dollar verkündete. Die Aktie war kürzlich stark unter Druck geraten, als Konzernchef Steve Jobs eine sechsmonatige Auszeit angekündigt hatte, um sich wegen einer Hormonstörung behandeln zu lassen. (sda)>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch