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Geldstrafe verdoppelt

Banken Mit einer Strafverdoppelung für den ehemaligen Direktor hat der Berufungsprozess um das Debakel bei der Waadtländer Kantonalbank (BCV) geendet. Gilbert Duchoud fasste nun eine bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 400 Franken. Die Staatsanwaltschaft, die auch vor Kantonsgericht auf einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten für Duchoud wegen ungetreuer Geschäftsführung beharrte, drang nicht durch. Sie schob Duchoud die Hauptrolle im Debakel zu, ausgelöst durch Manipulationen bei der Rechnungslegung und Verschleierung der tatsächlichen Reservebedürfnisse der Bank. Das Verhalten der damaligen Bankenspitze in diesem Bereich sei untragbar und himmelschreiend gewesen, wiederholte der stellvertretende Staatsanwalt Daniel Stoll im Appellationsprozess. Das Kantonsgericht blieb allerdings bei den Tatbeständen der Urkundenfälschung und der Veruntreuung. Es beurteilte aber das erstinstanzliche Urteil als zu milde und verdoppelte die bedingte Geldstrafe auf 180 Tagessätze zu 400 Franken. Duchoud habe ein System aufgebaut, um sich und die anderen Bankkader zu bereichern. Ein Betrug war dem Angeklagten erstinstanzlich nicht nachzuweisen, weshalb er auch seine Abgangsentschädigung von zwei Millionen Franken zurückerhalten hatte. Bei den fünf anderen Angeklagten bestätigte das Kantonsgericht die erstinstanzlichen Urteile vollumfänglich: So bleibt es beim ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten Jacques Treyvaux bei einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 500 Franken. (sda) >

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