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Entlassungswelle droht

Vier von zehn Firmen wollen in den nächsten zwölf Monaten mit Entlassungen auf die Wirtschaftskrise reagieren. Diese Kündigungen lösen die bisher vor allem weichen Massnahmen der Firmen wie Überstundenabbau und Einstellungsstopps ab, wie das Adecco Institute bekannt gab.

Gemäss einer Umfrage bei den Personalverantwortlichen von 500 Schweizer Firmen planen rund 40 Prozent der Unternehmen, innerhalb der nächsten zwölf Monaten, Mitarbeitende zu entlassen. Das zeigt der Demographische Fitness Index (DFX). Der DFX wurde vom Personaldienstleister Adecco zusammen mit dem Adecco Institute zum dritten Mal für die Schweiz ermittelt, wie es bei der Präsentation in Zürich hiess. Die Umfrage zeige das aktuelle Stimmungsbild. Besonders hart dürfte der Industriesektor reagieren, wie Wolfgang Clement, ehemals deutscher Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und heute Vorsitzender des Adecco Instituts, ausführte. Laut Umfrage planen 55 Prozent der Industrieunternehmen Kündigungen. Im Handel seien es 32 Prozent und im Dienstleistungssektor 20 Prozent. Fast die Hälfte der Industriefirmen sehe zudem die Einführung von Kurzarbeit vor. Dies seien weit mehr als im Handel und im Dienstleistungssektor, wo Kurzarbeit in 16 beziehungsweise in 14 Prozent der Firmen geplant sei. In den vergangenen sechs Monaten hätten die Firmen vor allem mit «weichen» Massnahmen auf die Wirtschaftskrise reagiert, hiess es. So ordneten 53 Prozent der befragten Unternehmen den Abbau von Überstunden an. 49 Prozent verschoben Neueinstellungen. Ein Viertel aller Firmen führte aber auch bereits «harte» Massnahmen ein und reagierte mit Entlassungen auf den Abschwung. In Zukunft planten nun noch mehr Firmen solch drastische Massnahmen. Zudem wollten rund 30 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit einführen. Ebenso viele Firmen planten zudem, sämtliche Boni zu streichen. Auch bei den «weichen» Massnahmen stehe eine Zuspitzung bevor: So wollten schon zwei Drittel der Firmen auf Neueinstellungen in den kommenden zwölf Monaten verzichten. Schweiz im MittelfeldWie jedes Jahr erfasste die DFX-Umfrage auch, wie weit die Firmen auf den demografischen Wandel vorbereitet sind. Hier habe die Schweiz im Vergleich zu den grössten EU-Ländern Ränge gutgemacht. Schweizer Firmen lägen heute im Mittelfeld, was ihre Vorbereitung auf das Altern ihrer Belegschaften betreffe. Von 400 möglichen Punkten erzielten die Schweizer 174 Punkte im DFX, zwei Zähler mehr als im Vorjahr. (ap)>

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