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Die G20-Regulierungen im Detail

Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben in Pittsburgh beschlossen, dass bis Ende 2010 internationale Regeln für die Erhöhung und Verbesserung des Eigenkapitals von Banken entwickelt werden sollen. Diese sollen Ende 2012 eingeführt werden. Konkret sollen Banken über mehr und hochwertigeres Eigenkapital verfügen und in guten Zeiten Kapitalpuffer anlegen. Eingeführt werden sollen auch höhere Anforderungen für Geschäfte, bei denen sich die Bank einem hohen Risiko aussetzt oder die nicht in den eigenen Büchern der Bank gehalten werden («off-sheet»). Alle grossen G20-Finanzzentren sollen die schärferen Basel-II-Eigenkapitalregeln bis 2011 umgesetzt haben. Die europäischen Länder hatten zuvor jeweils die USA scharf kritisiert, welche solche bislang nicht umzusetzen gedachten. Weiter befürwortet die G20 als zusätzliche Massnahme von Basel II die Einführung einer neuen, nicht-risikobasierten Kennzahl, des Verschuldungsgrads («Leverage Ratio»). Angestrebt wird die Einführung einer festen Regel.Die ganz grossen Finanzinstitute, deren Pleite das ganze System gefährden könnte und die jeweils als «zu gross zum Scheitern» betitelt werden, sollen zudem «Testamente» schreiben, also Strategien, wie im Fall ihrer Pleite vorzugehen ist. Mit neuen Instrumenten für die Abwicklung von Pleiten soll dem Eindruck entgegengewirkt werden, der durch die Rettung von Grossbanken wie Bear Stearns oder dem Versicherungskonzern AIG entstanden ist, nämlich dass der Staat die Grossbanken auf alle Fälle retten würde. Bezüglich der Derivate sollen bis Ende 2012 hochkomplexe standardisierte, direkt zwischen den Marktteilnehmern gehandelte Derivate («Over the Counter»/OTC) an Börsen oder elektronischen Plattformen gehandelt werden. Ausserdem soll, wenn nötig, eine «zentrale Gegenpartei» als Mittler und Risikopuffer zwischen Käufer und Verkäufer treten. Andernfalls sollen höhere Kapitalanforderungen gelten.Die internationalen Gremien für Bilanzierungsregeln wie etwa das International Accounting Standards Board (IASB) sollen bis Juni 2011 einheitliche, hochqualitative globale Rechnungslegungsstandards einführen. (sda)>

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