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Der Rückstand des Ostens

Deutschland Knapp zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung klafft zwischen dem Wirtschaftsniveau in Ost- und Westdeutschland noch immer eine grosse Lücke. Die Arbeitslosenquote lag laut einer neuen Studie im Osten 2008 durchschnittlich bei 13,1 Prozent und war damit doppelt so hoch wie im Westen. Immer mehr Ostdeutsche verliessen inzwischen die Region und suchten ihr Glück in den alten Bundesländern, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gestern in Köln mitteilte. In Ostdeutschland wohnt laut den gestrigen Angaben nur noch ein Fünftel der deutschen Bevölkerung. Im Jahr 1991 wohnte noch jeder vierte Deutsche im Osten. Künftig dürfte vor allem der Fachkräftemangel der ohnehin nachwuchsschwachen Region Sorgen bereiten, prognostizierten die Forscher. Spezialisten könnten bald verstärkt im benachbarten Ausland angeworben werden. Ein Lichtblick ist laut IW die ostdeutsche Industrie: Sie trug 2007 über 19 Prozent zur ostdeutschen Bruttowertschöpfung bei – mehr als die Industrie in Grossbritannien, Frankreich oder den USA. Die Industrie in Ostdeutschland habe damit bereits 80Prozent der westdeutschen Stärke erreicht. (ap)>

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