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Auch Innova mit Verlust

Die Berner Versicherungsgruppe Innova weist für 2008 einen Reinverlust von 7,7 Millionen Franken aus. Verantwortlich dafür ist die Grundversicherung der Krankenkasse.

Die Kosten sind höher als die Prämien. Dieses Verdikt gilt für viele Krankenkassen in der Grundversicherung. Weil zusätzlich noch die Finanzmärkte getaucht sind, hat die Krankenkassenbranche im vergangenen Jahr einen Verlust produziert, der gegen eine Milliarde Franken oder sogar noch mehr ausmachen kann.

Auch die Berner Versicherungsgruppe Innova konnte sich dem Trend nicht entziehen. Sie wies im gestern publizierten Geschäftsbericht einen Reinverlust von 7,7 Millionen Franken aus. In der obligatorischen Krankenversicherung betrug der Verlust gar 9,9 Millionen Franken. Die Reserven in der Grundversicherung schrumpften innert Jahresfrist von 34,4 auf 30,2Prozent der Prämieneinnahmen. Damit hat die Kasse im Branchenvergleich immer noch ein sehr respektables Polster. Für das laufende Jahr sei eine weitere Reduktion des Reservepolsters auf 26 Prozent budgetiert, sagt Innova-Chef Michael Rindlisbacher. Die gesetzliche Mindestreservequote für Kassen in der Grösse der Innova liegt bei 20 Prozent. «Wir sind bereit, in die Nähe des gesetzlichen Minimums zu gehen», betont der Kassenchef.

Prämienprognose «realistisch»

Die Prognose des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) über einen Prämienschub für 2010 von 15 Prozent im Schweizer Branchenschnitt bezeichnet Rindlisbacher als «absolut realistisch». Dies aber nur um anzufügen, dass bei der Innova eine deutlich unterdurchschnittliche Prämienerhöhung zu erwarten sei. Der Hauptgrund dafür: Im Gegensatz zu manch anderen Kassen muss die Innova nächstes Jahr keine Reserven aufbauen, sondern sie kann sogar noch weiter abbauen.

Die Kosten in der Grundversicherung sind bei der Innova laut dem Kassenchef in den ersten Monaten 2009 um 4 bis 4,5 Prozent gestiegen. Falls sich dieser Trend fortsetze und für 2010 kein grösserer Schub zu erwarten sei, dürfte die Prämienerhöhung bei der Innova «unter 10 Prozent» betragen. Dies gelte auch für den Kanton Bern, wo rund die Hälfte aller Innova-Grundversicherten zu Hause sind.

Per Anfang 2009 zählte die Innova-Gruppe knapp 123000 Versicherte, fast 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Grundversicherung der Krankenkasse ist die Zahl der Kunden um knapp 4 Prozent auf 40300 gestiegen.

Der Grund für den Anstieg in der Grundversicherung liegt in der Übernahme einer Walliser Krankenkasse mit 1400 Versicherten. Diese Kasse, seit dem vergangenen Herbst mit dem Namen «Innova Wallis Saas Grund» am Markt, ist seither auf 3500 Versicherte gewachsen, wovon 500 aus dem Kanton Bern. Die Prämien im Kanton Bern liegen um 5 bis 10 Prozent unter dem Niveau der Stammkasse Innova. Gut drei Viertel der Kundengewinne dieser Kleinkasse kamen laut Rindlisbacher von ausserhalb der Innova-Gruppe.

20 Stellen weniger

Wie viele andere Unternehmen baut auch die Innova-Gruppe Stellen ab. Die Zahl der Arbeitsplätze sinkt laut dem Firmenchef von rund 100 auf 80. Dabei habe es etwa acht Entlassungen gegeben.

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