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1929 und 2008

Die Finanzmärkte seien «in einer historisch beispiellosen Lage», sagt Nationalbank-Direktoriumsmitglied Thomas Jordan. Die Kursverluste des Dow-Jones-Aktienindexes in der laufenden Krise seien weitaus grösser als bei den Börsenkrisen von 2000/01 oder 1973. Auch die Situation von 1987 sei nicht vergleichbar, denn damals habe sich die Börse schnell erholt. Gemessen an der Grössenordnung der Verluste des amerikanischen Dow-Jones-Aktienindexes «ist die aktuelle Börsenkrise einzig mit jener von 1929 vergleichbar». Doch die heutigen Vermögensverluste dürften laut Jordan jene von 1929 deutlich übertreffen – weil die Aktienmärkte heute gemessen an der Wirtschaftskraft grösser seien und weil nebst den Aktienmärkten auch viele andere Märkte (wie etwa jene für Unternehmensanleihen, Rohstoffe und Immobilien) getaucht seien. Während die Immobilienpreise in den USA 1929 um zwei Prozent und 1930 um vier Prozent gefallen waren, sinken sie laut Jordan aktuell mit einer Rate von 17 Prozent. Allein diese Verluste werden die Realwirtschaft noch einige Zeit stark belasten, weil ihre Wirkung erst mit Verzögerung eintritt. Immerhin: 2008 ist trotz allem nicht 1929, wie Jordan anfügt. «Der Hauptunterschied liegt in der entschlossenen Reaktion der Geld- und Fiskalpolitik sowie in den umfassenden Staatsinterventionen zugunsten des Finanzsystems.» (ap/hs)>

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