Zum Hauptinhalt springen

Zeit der roten Socken

Die Ursprünge der Schweizer Wanderwege gehen paradoxerweise in die 1930er-Jahre zurück, als es «vor allem Euphorie für das Auto gab», sagt Peter Jossen-Zinsstag, Präsident der Schweizer Wanderwege. Wanderwegpioniere waren die Zürcher, die 1934 auch die Gründung der Dachorganisation Schweizer Wanderwege anregten. Das erklärte Ziel gilt bis heute: die einheitliche Wegmarkierung. Der Aufbau des Wanderwegnetzes war ein Projekt für stellenlose Lehrer. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs erlitt das Werk aber einen grossen Rückschlag. «Aus Angst vor den feindlichen Truppen mussten fast alle Wegweiser eingesammelt werden», sagt Jossen-Zinsstag. Zum Neuanfang in den Nachkriegsjahren gehören auch die Radiowanderungen. Radio Beromünster und später Radio DRS wiesen jeweils auf Wanderungen hin. In den Spitzenjahren nahmen bis zu 1500 Rotbesockte daran teil. Ein Meilenstein in der Geschichte ist schliesslich die Wanderweginitiative von 1974. Seit der Volksabstimmung sind die Grundsätze der Wanderwege in der Bundesverfassung geregelt. (ba)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch