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Rotterdam–Genua

Die Bahn kämpft trotz liberalisiertem Güterverkehr gegenüber der Strasse immer noch mit Grenzhindernissen. Während ein Lastwagen ganz Europa durchfahren kann, stösst ein Zug auch heute noch auf unterschiedliche Fahrpläne, nicht kompatible Zugsicherungssysteme, mannigfache Anforderungen an das Rollmaterial und unterschiedliche Betriebsvorschriften. Auch deshalb ist die Bahn im Wettbewerb mit der Strasse im Nachteil.Die EU hat sechs Güterverkehrskorridore bestimmt, in denen die Hindernisse abgebaut werden sollen – der Korridor Rotterdam–Genua führt dabei mitten durch die Schweiz. Memorandum von Lugano2003 unterzeichneten die Verkehrsminister Deutschlands, Italiens, der Niederlande und der Schweiz in Lugano ein Memorandum zum Abbau der Hindernisse und zur Qualitätsverbesserung im Nord-Süd-Verkehr. Seither trifft sich eine internationale Arbeitsgruppe alle paar Monate, um «qualitativ und quantitativ konkurrenzfähige Bahnangebote» zu erreichen, wie Pierre-André Meyrat, Vizedirektor im Bundesamt für Verkehr, erklärt. Durchgehende FahrpläneSo wird es dieses Jahr erstmals einen durchgehenden Fahrplan für den Korridor geben. Bisher hat jedes Land für sich geplant, womit es im grenzüberschreitenden Güterverkehr zu langen Wartezeiten kam. «Wir erhoffen uns Auswirkungen auf die Pünktlichkeit», sagt Meyrat. In der Theorie sei klar, dass die Züge pünktlicher verkehren müssten. Doch gebe es «viele Unwägbarkeiten». SBB Cargo unternimmt schon länger Anstrengungen im Verkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Italien. Die Pünktlichkeit soll sich von 65 auf 80 Prozent verbessert haben.Weiter wird das moderne Zugsicherungssystem ETCS Level 2 forciert, das ohne Aussensignale auskommt. Heute sind im Korridor nur die Betuweroute (Artikel links) sowie in der Schweiz die Abschnitt Mattstetten–Rothrist und der Lötschbergtunnel damit ausgerüstet. Bis 2015 soll der Korridor durchgehend mit dem System ausgerüstet sein. (soh)>

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