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25 Verdachtsfälle – noch keiner erhärtet

Schweiz Der Bundesrat setzte gestern den Pandemie-Sonderstab ein. Das Departement des Innern (EDI) hatte die Massnahme beantragt, um einer allfälligen Ausbreitung der Schweinegrippe effizient begegnen zu können. Der Pandemie-Sonderstab hat vor allem beratende Funktion und soll die Abläufe in der Verwaltung beschleunigen, wie das EDI mitteilte. Das Gremium wird geleitet von EDI-Generalsekretär Pascal Strupler. Zudem gehören ihm Vertreterinnen und Vertreter der Departemente, der Bundeskanzlei und der Kantone an. Bei seinem Entscheid, den Sonderstab einzusetzen, stützte sich der Bundesrat auf die Erhöhung der Pandemie-Alarmstufe von 3 auf 4 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Anders als in mehreren anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland, ist die Schweinegrippe in der Schweiz bisher aber nicht nachgewiesen worden. Allerdings erhöhte sich die Zahl der Verdachtsfälle: Insgesamt 25 Patientinnen und Patienten wurden bis Mittwoch wegen des Verdachts auf Schweinegrippe untersucht. Einige befinden sich in Isolation in einem Spital, andere mussten nicht ins Krankenhaus. Nach Angaben des BAG gab es bisher Verdachtsfälle in den Kantonen Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Genf, St. Gallen, Waadt, Wallis und Zürich. Die Proben der Erkrankten werden im nationalen Influenza-Zentrum in Genf untersucht. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet. BAG-Direktor Thomas Zeltner sagte am Abend in Bern vor den Medien, das Risiko bestehe, dass in der Schweiz eine Ansteckung mit dem A/H1N1-Virus bestätigt werde. Die Tests seien noch zu wenig zuverlässig. Ergebe eine Untersuchung keinen Befund, müsse dies bestätigt werden, was Zeit brauche. Über den Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Grippe konnten die Fachleute des BAG keine genauen Angaben machen. Derzeit gehen sie von bis zu 7 Tagen aus. (sda) >

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