Ökumene zieht ins Kornhaus

Stadt Bern Die städtische Liegenschaftsverwaltung hat für die ehemalige Probebühne des Stadttheaters im vierten Obergeschoss des Kornhauses eine neue Mieterin mit Büro-Nutzungskonzept gefunden: Vineyard Bern, die ökumenisch orientierte Laienbewegung innerhalb der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Sie übernimmt die Räumlichkeiten diesen Sommer. Nebst dem marktüblichen Mietzins legte die Liegenschaftsverwaltung Wert auf die Nutzung, welche die «Infrastruktur in diesem rege besuchten Gebäude nicht übermässig belastet». Der Saal sollte zur Betonung seines Charakter so wenig wie möglich unterteilt werden. «Die neue Mieterin entsprach den Vorgaben am besten und überzeugte auch durch ihren professionellen Auftritt», teilte die Liegenschaftsverwaltung gestern mit.Vineyard Bern zählt rund 1000 Mitglieder. Nach eigenen Angaben setzt sie sich seit mehr als 25 Jahren «für einen praktisch gelebten Glauben und soziale Gerechtigkeit in der Region Bern» ein. Vineyard Bern verteilt beispielsweise allwöchentlich Nahrungsmittel an mehr als 100 Personen und Familien in der Region. «Auf Basis christlicher Grundwerte leisten wir unseren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme in unserer Stadt», so Martin Bühlmann, Leiter der Vineyard Bern.Seit Juli 2007 steht dieser Teil des Kornhauses leer. Alle Projekte zur kulturellen Nutzung scheiterten an der hohen Miete von 10000 Franken pro Monat. Das Stadttheater nutzte das Kornhaus zwischenzeitlich bis zum Einzug in die Vidmarhallen als zweite Spielstätte. Dem Gesuch des Stadttheaters um vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag hatte die Liegenschaftsverwaltung nicht stattgegeben. Die SP kritisierte Leerstand und Umnutzung in einem Vorstoss. (dv/pd)>

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