Gäste rauchen vorerst noch draussen

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Dank dem sommerlichen Wetter bereitet das Rauchverbot in öffentlich zugänglichen Gebäuden im Kanton Bern einen Monat nach seiner Einführung kaum Probleme. Bussen gab es bisher keine. Unzufrieden sind lediglich einige Wirte, die für den Herbst Umsatzeinbussen befürchten.

Während des Sommers könnten die Gäste zum Rauchen ins Freie gehen, sagt Gastro-Bern-Präsident Casimir Platzer. Probleme erwarte der bernische Hotelier- und Wirteverband für die Herbst- und Wintermonate. Zurzeit warteten viele Wirte auf einen Entscheid des Bundesgerichts. Die Beschwerde seines Verbands gegen gewisse Aspekte der Verordnung zum Rauchverbot ist immer noch hängig.

Platzer stört sich etwa daran, dass er die Zapfeinrichtung nicht verwenden darf, die im Fumoir seines Betriebs eingebaut ist. Um die Verordnung einzuhalten, musste er eine mobile Zapfanlage sowie den Kühlschrank in den Gang vor das Fumoir stellen. Gemäss dem Gesetz ist die Bedienung in Fumoirs erlaubt, nicht aber der offene Ausschank von Getränken.

Die Wirte kritisieren zudem, dass das Rauchverbot nicht überall gleich streng gehandhabt werde. Bei Wald- und Wiesenfesten oder Festivals sei die Kontrolle in den Festzelten weniger streng als in traditionellen Gastronomiebetrieben. Urs Mäder von der Regionalsektion Emmental von Gastro Bern zeigt sich zudem darüber erstaunt, dass das Rauchverbot in gewissen Kantinen der kantonalen Verwaltung offenbar nicht gelte.

Derzeit liegen dem Kanton Bern etwas über 230 Baugesuche für Fumoirs vor. Würden diese bewilligt, hätten im Kanton vier Prozent der Betriebe mit einer Gastgewerbebewilligung ein Fumoir. Bewilligungsbehörden sind die bernischen Regierungsstatthalter. Ihr Vorsitzender, Markus Grossenbacher, spricht nach einem Monat mit dem Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen von einer ruhigen Situation. Bei der Kantonspolizei sind bisher nur vereinzelt Reklamationen eingegangen, wie Sprecher Franz Märki sagt. Die Polizei könnte rauchende Gäste mit einer Busse von 40 Franken bestrafen und die Wirte anzeigen. Sie beschränkt sich jedoch im Moment auf Ermahnungen. (sda)

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Erstellt: 28.07.2009, 01:18 Uhr

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