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Viel Licht und Umschwung

In rund einem Jahr soll in Zollikofen die Kindertagesstätte in neuem Glanz wieder eröffnet werden – am alten Standort gleich neben der reformierten Kirche. Das Projekt «Mikado» kostet 1,9 Millionen Franken.

Die Stahlstreben geben dem Haus den Namen: Das Projekt «Mikado» soll in einem Jahr fertiggestellt und für die Kinder bereit sein. (zvg)
Die Stahlstreben geben dem Haus den Namen: Das Projekt «Mikado» soll in einem Jahr fertiggestellt und für die Kinder bereit sein. (zvg)

Kinderarbeit für das Kinderhaus: Den Spatenstich für die neue Kindertagesstätte an der Wahlackerstrasse 29 in Zollikofen führte ein gutes Dutzend Knirpse mit roten Bauhelmen auf dem Kopf und «Plastikschüfeli» in der Hand aus. Die Schar der Kita Sunneschyn warf die lockere Erde mit viel Schwung in die Luft und nahm die Baustelle gleich neben der reformierten Kirche in Beschlag. Bauarbeiten dauern ein JahrGebaut wird das Projekt «Mikado» des Architekturbüros Arn+Partner aus Münchenbuchsee. Die schräg gestellten Stahlstützen gaben dem Gebäude den Namen, wie Architekt Michael Arn gestern Nachmittag erklärte. Es handelt sich um einen Holzkubus mit dem Standard «Minergie-eco». Die komplett verglaste Westfassade ermöglicht den Ausblick ins Grüne und bringt viel Licht in den Bau. Zur Sicherheit der Kinder wird die Durchfahrt hinter den bestehenden Parkplätzen durch einen Gehweg ersetzt. In einem Jahr – so lange dauern die Bauarbeiten – werde das Haus zum Leben erwachen und für die Kinder zur zweiten Heimat werden, sagte Gemeinderat Joseph Crettenand (svp), Vorsteher des Departements Bau. Crettenand verwies auch auf die längere Vorgeschichte des Neubaus. Ein Gesuch für die Renovation des alten Gebäudes geht auf das Jahr 1999 zurück. Nach einigem Hin und Her wurde schliesslich entschieden, dass ein Neubau die beste Variante sei. Die Kosten wurden auf 2,4 Millionen Franken veranschlagt. Das Parlament wollte es anders: Mit 34 zu 3 Stimmen setzte es im April 2007 eine Kostenobergrenze von 1,9 Millionen Franken fest. Im Vorfeld der Volksabstimmung vom 17. Juni 2007 kam es zu einem Streit. Die SVP machte sich für ein Nein stark. Damit wollte die Partei erreichen, dass die Kita im Wahlackerschulhaus untergebracht werden soll. Zudem befand die SVP, der Ausbau sei «überrissen». Der Neubau bietet Platz für bis zu drei Gruppen mit je 10 bis 15 Kindern. Das Forum dagegen wollte das alte Gebäude erhalten. Es sei ein «Bijou», schrieb das Forum damals. Die Stimmberechtigten sahen es anders: Sie bewilligten den Neubau mit 63 Prozent Ja-Stimmen.In ProvisoriumVom alten Haus, das aus dem Jahr 1931 stammte, ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Mit dem Abbruch wurde bereits Anfang April begonnen. Die Kita Sunneschyn ist während der Bauzeit in ein Einfamilienhaus mit Garten an den Lindenweg umgezogen. «Das ist ein Glücksfall», sagte Mirjam Veglio, Leiterin der Kita, in der rund 20 Kinder pro Tag betreut werden. Das Haus befinde sich in zentraler Lage in der Nähe des Kindergartens und habe einen grossen Garten. «Die Kinder haben sich sehr schnell im Haus eingelebt.» Noch nicht klar ist, wie die Kita nach dem Einzug ins neue Gebäude in rund einem Jahr heissen wird. Man werde den bisherigen Namen «Sunneschyn» zur Diskussion stellen, sagte Mirjam Veglio. «Vielleicht machen wir einen Wettbewerb, um einen neuen Namen zu finden.»

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