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Verhandlungen geglückt

Die Frage, wer im frisch renovierten Rossstall künftig Kultur betreiben soll, ist beantwortet: Der Verein Kultur- und Begegnungszentrum Haberhuus hat sich mit der Gemeinde auf einen neuen Leistungsvertrag geeinigt.

Ende August wird im Rossstall auf dem Könizer Schlossareal Kultur Einzug halten. (Beat Schweizer)
Ende August wird im Rossstall auf dem Könizer Schlossareal Kultur Einzug halten. (Beat Schweizer)

Am 29. und 30. August soll der umgebaute Rossstall als Kulturlokal neu eröffnet werden. Bislang war unklar, wer künftig die Organisation der Kulturveranstaltungen übernehmen wird. Der bisherige Vertrag zwischen der Gemeinde Köniz und dem Verein Kultur- und Begegnungszentrum Haberhuus (VKBH) läuft Ende Monat aus. Nun ist klar, dass die Gemeinde weiterhin auf bewährte Strukturen setzt: «Wir sind übereingekommen, dass eine neue Leistungsvereinbarung sicher das Richtige ist», sagt Gemeinderat Ueli Studer (svp) auf Anfrage. Der neue Leistungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem VKBH ist bis Ende 2010 beschränkt. Unter Vorbehalt der Budgetgenehmigung spricht die Gemeinde dem Kulturveranstalter künftig jährlich 120000 Franken zu. Das sind 20000 Franken mehr als bisher.

Zufriedenheit auf allen Seiten

Zusammen mit dem VKHB und der IG Rossstall, die das baufällige Gebäude von der Gemeinde im vergangenen Jahr im Baurecht übernommen hat, habe man in den letzten Monaten intensiv über die Zukunft des Schlossareals und des Rossstalls diskutiert, sagt Studer. Das jetzige Verhandlungsergebnis könne als Erfolg gewertet werden. «Die drei Partner sind mit der erzielten Lösung zufrieden.»

Die Gemeinde habe sich zwar lange Zeit schwergetan mit den zusätzlich geforderten 20000 Franken, sagt Stefan Geissbühler, Präsident des VKHB. Der Betrag sei aber insofern gerechtfertigt, als dass der VKHB der IG Rossstall neu für die Nutzung Miete zahlen müsse. Nun, da die Mehrforderung in der Leistungsvereinbarung aufgenommen worden sei, sei man vonseiten des Vereins mit dem Vertrag zufrieden.

Gleiche Rahmenbedingungen

Im Hinblick auf die Kulturveranstaltungen wird sich mit Abschluss der Leistungsvereinbarung nicht viel ändern. «Die vertraglichen Rahmenbedingungen wurden auf Grundlage der alten Leistungsvereinbarung optimiert», sagt Studer. Will heissen: Die Leistungsvereinbarung verpflichtet den VKHB ein Gastspielprogramm mit Konzerten, Theater und Schauspiel zu organisieren. Berücksichtigt sollen Künstler von regionaler und nationaler Ausstrahlung werden, wobei mindestens fünf Prozent der Kulturschaffenden einen Bezug zu Köniz haben müssen. Der Verein muss mindestens 50 Kulturanlässe pro Jahr veranstalten. Drei Viertel davon werden laut Geissbühler voraussichtlich im neuen Rossstall stattfinden, die restlichen in der Pfrundschüür.

Vermietung für private Zwecke

Mit der Leistungsvereinbarung wird der Verein künftig auch die Vermietung des Rossstalls übernehmen. Dabei stehe die kulturelle Nutzung des Lokals im Vordergrund. Aber: «Kultur alleine bringt es nicht», sagt Studer. «Der Erfolg des Rossstalls steht und fällt auch mit der betriebswirtschaftlichen Nutzung.» Es sei also nötig, die Räumlichkeiten auch für Seminare oder private Zwecke zu vermieten. Der Rossstall solle, wie das gesamte Schlossareal Köniz, aktiv genutzt werden. «Oberstes Ziel ist die Belebung des Schlossareals.»

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