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Rollt Ortsbus Ende Jahr?

Ein Ortsbus soll Worbs Quartiere künftig besser an das Dorfzentrum anbinden. Geht es nach dem Gemeinderat, soll der Bus ab Dezember verkehren – vorerst für drei Jahre. Das Parlament wird am 16.März über den Kredit von 350000 Franken befinden.

Wie man am besten nach Worb gelangt, wissen seit dem Sketch «Dr schnäuscht Wäg nach Worb» von Ernst Mischler alle – mit dem blauen Bähnli. Doch wie weiter, wenn im Dorfzentrum angekommen? Einige Ortsteile, zum Beispiel die Bleiche oder das neue Lindhaldenquartier, sind heute noch gar nicht oder nur schlecht mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen. Geht es nach dem Gemeinderat, wird sich das aber schon bald ändern: Ab Dezember – zum Fahrplanwechsel – soll ein Ortsbus diese Quartiere besser an das Dorfzentrum anbinden. Das Parlament wird in der Sitzung vom 16. März über den Kredit von 350000 Franken abstimmen. Geplant ist, dass vom Bahnhof Worb Dorf zwei Linien in das Lindhaldenquartier führen. Ein Linienast verläuft vom Zentrum via Bleiche in die Lindhaldenstrasse; die zweite Linie führt via Schulhaus-/Eigerstrasse in das neue Quartier. Das Bleichequartier sowie das dicht bebaute Wohngebiet entlang der Schulhausstrasse werden im Halbstundentakt, das Lindhaldenquartier sogar viertelstündlich bedient. Das Buskonzept hat die Gemeinde zusammen mit der Regionalen Verkehrskonferenz Bern-Mittelland (RVK), der Postauto Schweiz AG sowie dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) erarbeitet.Ein Bus für «die letzte Meile»Die Worber Exekutive ist vom Projekt überzeugt: «Der Ortsbus soll möglichst viele Leute auf den öffentlichen Verkehr bringen», sagt Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (evp). Denn ist der Anschluss an das Bähnli gewährleistet, seien mehr Leute bereit, das Auto zu Hause zu lassen. Zwar gebe es bereits heute Regionalbusse, die das Bleichequartier bedienten, «allerdings nur je einmal pro Stunde». Mit der Einführung des Ortsbusses würde eines der Hauptziele der Siedlungsentwicklung der Gemeinde erreicht – die Anbindung aller Teilgebiete. Der Ortsbus sei sozusagen die «letzte Meile», sagt er.Er hoffe, dass der Rat dem Kredit zustimmen werde, sagt der Gemeindepräsident. Doch wie das Parlament entscheiden werde, sei im Moment schwierig abzuschätzen. Die Kosten für die Einführung des Ortsbusses seien hoch. «Gerade wenn man bedenkt, was in der nächsten Parlamentssitzung sonst noch auf der Traktandenliste steht.» Gfeller spielte damit auf die bevorstehende Abstimmung zum Sport- und Freizeitzentrum Hofmatt (siehe Kasten) an. Stimmt das Parlament dem Kredit für den Bus zu, muss das Projekt bis Ende März beim Kanton eingereicht werden.SVP: «Ortsbus purer Luxus»Während die EVP, die SP und die Grünen für die Einführung des Ortsbusses sind, findet die SVP das Projekt unnötig: «Der Ortsbus ist purer Luxus», sagt Parteipräsident Martin Wälti. Er betont, dass es bereits Regionalbusse nach Walkringen und Grosshöchstetten gebe, die Haltestellen an der Lindhaldenstrasse sowie an der Richigenstrasse bedienten. «Zudem sind die betroffenen Gebiete ohne Weiteres zu Fuss erreichbar», sagt Wälti. Es sei «jenseits», für nur 15 Gehminuten einen Ortsbus einzuführen. Die SVP-Fraktion werde gegen den Kredit stimmen. Die FDP habe sich noch nicht entschieden, sagt Präsidentin Maja Widmer-Trimaglio.Versuchsbetrieb für drei Jahre Wird der Kredit angenommen, soll der Busbetrieb vorerst für drei Jahre laufen. Nach Ablauf dieser Versuchsfrist 2012 soll die Linie in das Grundangebot aufgenommen werden – sofern die erforderlichen Fahrgastzahlen erreicht wurden. Neben der Gemeinde beteiligt sich der Kanton zu einem Drittel an den Projektkosten. Das restliche Drittel soll über Einnahmen gedeckt werden. Der Ortsbus ist im Libero-Tarifverbund inbegriffen.>

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