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Restaurant mit Wintergarten

Heute Donnerstag wird das neue Restaurant im Ryfflihof eröffnet; es befindet sich im 3. Stock. Der 25 bis 30 Millionen Franken teure Totalumbau des Warenhauses in der Altstadt dauert noch bis Oktober.

Nach Loeb und Globus wird auch im Coop-Warenhaus Ryfflihof zwischen Neuen- und Aarbergergasse seit Januar dieses Jahres gebohrt und gehämmert. Das gesamte Warenhaus wird etappenweise umgebaut, das Warenhaus bleibt geöffnet. Alle paar Wochen zügeln ganze Abteilungen. Weder für das Personal noch für die Kunden ist dies eine angenehme Situation, doch beide müssen sich noch etwas gedulden: Der 25 bis 30 Millionen teure Umbau wird voraussichtlich erst im Oktober abgeschlossen sein. Die erste Etappe ist nun geschafft, wie Coop an der gestrigen Medieninformation verkündete. So wurde im Parterre die gesamte Parfümerieabteilung erneuert, und der Eingangsbereich Seite Neuengasse wurde umgestaltet. Neu ist auch die Erschliessung des ersten Obergeschosses. Über eine Rolltreppe kann man von der Seite Neuengasse her direkt ins erste Obergeschoss gelangen. Vor dem Umbau hatte ein Aufgang lediglich von der Seite Aarbergergasse her über zwei Rolltreppen und eine normale Treppe bestanden.Fitness wird im neuen Warenhaus nicht betrieben, denn es gibt nur noch eine normale Treppe: von der Seite Aarbergergasse her ins erste Untergeschoss zu den Lebensmitteln. Und auch hier wird bald mit dem Totalumbau begonnen. Während in den kommenden Monaten auf der einen Hälfte der Fläche im ersten Untergeschoss gebaut wird, steht auf dem verbleibenden Raum nach wie vor der grösste Teil des Sortiments im Angebot. «Wir müssen den Offenverkauf schliessen», erklärte die Geschäftsführerin des Ryfflihofs, Christine Hofstetter. Fleisch und Käse gibts dann nur noch abgepackt, die restlichen Produkte sind auf engerem Raum untergebracht.Restaurant neu im 3. StockKernstück der ersten Bauetappe ist neben dem Eingangsbereich jedoch das Restaurant, das heute und morgen offiziell eröffnet wird. Neu ist es im 3. Obergeschoss untergebracht und verfügt über einen Wintergarten sowie einen kleinen überdachten Aussenbereich. Bisher hatte sich dieses im 1. Obergeschoss, Seite Neuengasse, direkt neben dem Hotel Savoy, befunden: eine enge kleine Höhle mit gekacheltem Boden und einer nicht mehr ganz zeitgemässen «Kundenführung». Das neue Restaurant ist grosszügiger und heller gestaltet und bietet insgesamt 370 Sitzplätze.Bis vor BundesgerichtGanz so reibungslos, wie von den Verantwortlichen präsentiert, hat sich der Umbau des Ryfflihofs bisher jedoch nicht vollzogen. Wegen einer Einsprache, die als Beschwerde bis ans Bundesgericht weitergezogen worden war, verzögerte er sich um mehrere Jahre. Für Juristenfutter gesorgt hatte der geplante Wintergarten des neuen Restaurants im Obergeschoss. Gegen den Innenhof war dieser, inklusive einer überdachten Terrasse mit knapp 45 Sitzplätzen, im neuen 3. Stock geplant gewesen. Bereits gegen das Baugesuch hatten die Eigentümer einer angrenzenden Liegenschaft im Dezember 2006 Einsprache erhoben. Konkret befürchteten sie, dass sie durch den Wintergarten Beeinträchtigungen bezüglich Licht und Aussicht erleiden würden.Die Baubewilligung wurde jedoch erteilt, worauf die Anwohner ihre Einsprache in eine Beschwerde umwandelten. Zwei Urteile des Verwaltungsgerichts und weitere zwei Urteile des Bundesgerichts später fiel schliesslich im Februar dieses Jahres unwiderruflich der Entscheid, dass der Wintergarten gebaut werden kann.Dass Licht abgehalten wird und durch die Kühlgeräte Lärm entstehen könnte, war für die Richter kein Grund, die Beschwerde gutzuheissen. In seiner Begründung schreibt das Bundesgericht, dass durch die engen Raumverhältnisse in der oberen Altstadt eine Erweiterung der Nutzung einer bestimmten Liegenschaft nur selten ohne Folgen für die Nachbarschaft bleiben würde. Das Gesetz untersage einzig gestalterische Beeinträchtigungen von Nachbarliegenschaften, biete jedoch keinen Schutz vor anderen Immissionen wie Licht oder Lärm.Gekostet hat dieses fast dreijährige Verfahren nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld. Ein mindestens fünfstelliger Betrag müsse nun von den Beschwerdeführern getragen werden, schätzt Beat Stalder vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Denn nicht nur die Kosten der Gerichte, sondern auch der Anwalt der Gegenpartei sowie der eigene Anwalt müssen bezahlt werden.Wintergarten noch nicht fertigErst Ende Februar konnte mit dem Bau der Terrasse für den Wintergarten begonnen werden. Daher sind die Umbauarbeiten hier noch im Gang; in den kommenden Monaten sollen sie abgeschlossen werden. Das Restaurant jedoch wird wie geplant heute eröffnet und bleibt auch während des weiteren Umbaus in Betrieb. >

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