Zum Hauptinhalt springen

Pro Progr will «faire Chance»

Der Verein Pro Progr gibt einen Teil seiner Geldgeber bekannt. Und nennt Stiftungsräte in spe.

Wie wird der Progr künftig genutzt? Der Stadtrat entscheidet morgen Abend, ob am 17. Mai an der Urne nur über ein Gesundheitszentrum abgestimmt wird oder ob diesem die nachträglich eingebrachte Idee eines Kulturzentrums gegenübergestellt wird. Kurz vor dieser richtungsweisenden – und unter Umständen bereits entscheidenden – Debatte im Parlament werben die beiden Parteien, die den Progr künftig nutzen wollen, noch einmal für ihre Sache. In einem Brief an alle Stadtratsmitglieder lobbyieren die Verantwortlichen des Projekts Doppelpunkt, das als Sieger aus einem Wettbewerb hervorging, für die Realisierung ihres Gesundheits- und Bildungszentrums, das auch eine teilweise kulturelle Nutzung des Gebäudes vorsieht («Bund» von gestern). Gestern nun gab die Künstlerinitiative Pro Progr, die das alte Progymnasium kaufen und längerfristig als Kulturzentrum etablieren will, einen Teil ihrer Geldgeber bekannt. Und heutige Progr-Veranstalter stellten sich in einem Communiqué hinter Pro Progr (vgl. Text unten). Bis Ende 2008 sammelte der Verein Pro Progr 12 Millionen Franken – 2,1 Mio à fonds perdu, 4,5 Millionen Darlehen, 5,5 Millionen Hypothek. 117 Parteien haben eine Schenkung oder ein Darlehen zugesichert, 70 Geldgeber haben sich nun bereit erklärt, ihren Namen preiszugeben. Die Finanzierung für Kauf und Sanierung sei gesichert, alle geforderten Unterlagen seien eingereicht, schreibt Pro Progr in einem Communiqué. Die Künstler fordern deshalb «vom Stadtrat eine faire Chance»: «Das Stimmvolk soll die Wahl haben.»Sollte der Verein mit seinen Plänen durchdringen, würde die zu gründende Stiftung Progr Besitzerin des Gebäudes und Verantwortliche des Betriebs. Peter Aerschmann, Matthias Kuhn und Leila Kühni sind als Vertreter der Künstler im Stiftungsrat vorgesehen. Als externe Fachpersonen würden Günther Ketterer, Immobilientreuhänder, und Anwältin Sibyl Matter sowie zwei noch nicht bestimmte Personen Einsitz nehmen. Die stadträtliche Finanzkommission hat sich bereits gegen eine Variantenabstimmung ausgesprochen. Und zuletzt hat die Liegenschaftsverwaltung die Finanzierbarkeit des geplanten Kulturbetriebs stark angezweifelt («Bund» vom 17. und 20. Februar). (ige) >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch