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Parlament ist energiebewusst

Wer energieeffizient baut, darf in Ostermundigen künftig die Nutzung erhöhen. Das hat das Parlament beschlossen.

Mit Anreizen die Bevölkerung zum Energiesparen verführen – dies ist grob gesagt der Zweck eines neuen Baureglementsartikels in Ostermundigen. Der Gemeinderat hat sich zum Ziel genommen, energiesparendes Bauen zu fördern. In den Bauvorschriften hat er nun Anreize eingebaut, bei Bauprojekten den jeweils gültigen Minergiestandard zu verwenden. Konkret darf die eigentlich zulässige Bruttogeschossfläche um 10 Prozent erhöht werden, wenn entweder die Minergie-Bauweise angewandt oder wenn der Heizwärmebedarf maximal 50 Prozent des gesetzlichen Grenzwerts beträgt. Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens war der neue Baureglementsartikel grossmehrheitlich positiv aufgenommen worden, und auch bei der öffentlichen Auflage im Herbst gingen keine Einsprachen oder Rechtsverwahrungen ein. In der Parlamentssitzung vom Donnerstagabend lehnte einzig das Forum den neuen Artikel ab; es wollte bestehende Gebäude besser vor Neubauten schützen, blieb mit seinem Änderungsantrag aber chancenlos. Letztlich genehmigte das Ostermundiger Parlament den neuen Baureglementsartikel mit 30 zu 3 Stimmen.Pflichtenhefte anpassenAuch in einem anderen Traktandum sprach sich das Parlament für Nachhaltigkeit aus. In einer SP-Motion (Erstunterzeichner Christian Zeyer) wurde der Gemeinderat aufgefordert, bei künftigen Beschaffungen Energie- und Umweltaspekte in die Pflichtenhefte einfliessen zu lassen. Gemeinderat Egon Julmi (fdp) wollte die Motion entgegennehmen und sogleich abschreiben. Dies mit dem Hinweis darauf, dass das Beschaffungsreglement, auf das die Motion abziele, gar nicht existiere. Zeyer änderte aber kurzerhand den Motionstext und formulierte ganz allgemein, es sei «eine Richtlinie zu erlassen». Plötzlich war die Motion genehmigungsfähig und wurde denn auch mit 29 zu 3 Stimmen für erheblich erklärt. (cbn)>

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