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Neues Heim für die Flughafen-Partner

Die neuen Sicherheitsvorschriften machen dem Flughafen Bern-Belp zu schaffen. Nun will die Alpar AG als Betreiberin des Flughafens die vierte Ausbauetappe vorantreiben. Gestern informierte sie die verschiedenen Behörden.

Mathias Häberli, Direktor der Alpar AG, schlägt Alarm: Die stetig wachsenden Sicherheitsauflagen und die damit zusammenhängenden Konsequenzen führten zu einer wirtschaftlichen Belastung der Flughafenbetreiberin Alpar AG einerseits und der zahlreichen, auf dem Flughafen Bern-Belp ansässigen Partnerfirmen andererseits, schrieb er gestern in einem Communiqué.

Diese zusätzlichen betrieblichen Einschränkungen seien mit hohen Kosten verbunden und wirkten sich «massiv» auf die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Bern-Belp und der Partnerfirmen aus, so Mathias Häberli.

«Staff-Screening»- Zone

Dem Flughafendirektor macht insbesondere zu schaffen, dass ab Mitte Jahr der ganze Vorplatz zur Hochsicherheitszone wird, in der sich auch das Personal stets den Sicherheits-Checks, dem sogenannten Staff-Screening, unterziehen muss. «Diese Sicherheitsauflagen schränken uns so ein, dass wir mittelfristig hier nicht mehr arbeiten können», sagte Häberli auf Anfrage.

Besonders schwierig für die Flughafenbetreiber ist der Umstand, dass die Vorschriften nebst dem eigentlichen Flughafenpersonal auch die Mitarbeiter der Partnerfirmen betreffen. Der Mehraufwand könnte dazu führen, dass jene Partner, die nicht auf die Linienfliegerei angewiesen sind, früher oder später Bern-Belp verlassen könnten. «Aufgrund der Umsetzung der Vorschriften wird der Flughafen Bern-Belp als wichtiger wirtschaftlicher Standort gefährdet», befürchtet der Direktor der Alpar darum. «Wenn zum Beispiel ein Flugschüler immer wieder durch die Sicherheits-Checks geschickt wird und dafür auch noch bezahlen muss, macht er seine Ausbildung wohl lieber an einem anderen Ort», illustriert Häberli seine Befürchtungen. Ebenso könnten sich nicht nur Privatpiloten, sondern etwa auch die Ruag und weitere Firmen einen neuen Standort suchen.

Neubauten im Südwesten

Nun will die Alpar AG in die Offensive gehen: Man arbeite an der Umsetzung der vierten Ausbauetappe, teilte Häberli mit. Konkret: Die Flughafenpartner, also die Ruag, die Flugschule Alpair und die Arimatec, sollen aus der Sicherheitszone ausziehen. Dazu soll im Belpmoos gebaut werden: Südwestlich des Flughafengebäudes, jenseits der Piste, soll ein Baufeld ausgeschieden werden, das neben Abstellflächen auch mehreren Hangars genug Platz bietet. Erschlossen wird der zusätzliche Raum über einen ebenfalls neuen «Taxiway», der vom Flughafen in Richtung Segelflugfläche führt.

Wie gross die neue Fläche genau wird, steht noch nicht fest. Ebenso offen sind derzeit noch die Kosten. «Sicher, das wird viel kosten», sagt der Flughafendirektor. Für Häberli steht aber fest, dass sich die Partner an den Kosten beteiligen werden. Gestern informierte der Flughafen die Behörden über das Vorhaben: Nebst den umliegenden Gemeinden wurden verschiedene Ämter des Kantons und des Bundes informiert.

Er habe den Eindruck, das Anliegen der Alpar sei positiv aufgenommen worden, resümierte der Flughafendirektor am Abend. Er habe auch schon erste Fragen beantworten und Anregungen aufnehmen können. So wünsche die Standortgemeinde Belp etwa ein Konzept zur Parkplatzbewirtschaftung – dies sei gerade in der Sommerzeit wichtig, wenn das Giessenbad viele Badegäste anzieht.

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