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Neuer Anlauf für ein Verwaltungszentrum

Münsingen Der Gemeinderat packt das Thema zentrales Verwaltungsgebäude nach der Abstimmungsniederlage im vergangenen November neu an. Er lässt mit einer Machbarkeitsstudie abklären, ob in der Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) hinter dem Gebäude an der Neuen Bahnhofstrasse 4 eine zentrale Verwaltung realisierbar wäre. Für die Studie, die in drei Varianten ausgearbeitet wird, hat der Gemeinderat ein Kostendach von 22000 Franken bewilligt. Die Studie soll bis Ende Juni vorliegen.Variante auf Gemeindeland«Am Bedarf einer zentralen Verwaltung hat sich nichts verändert», sagt Gemeinderat Erich Feller von den Freien Wählern. Die Büros der Münsinger Verwaltung sind zurzeit auf fünf Standorte verteilt. Mit der Vorlage für eine zentrale Verwaltung im Dorfzentrum Münsingen hätte sich dies ändern sollen. Doch an der Abstimmung lehnten die Einwohner den Kredit von 18,1 Millionen Franken ab. Vorgesehen war ein Dienstleistungszentrum, in dem die Gemeindeverwaltung Stockwerkeigentum erworben hätte. Das Resultat war mit 50,5 Prozent Nein-Stimmen sehr knapp. Massgeblich für den Ausgang war die Opposition von FDP und EDU, die das Projekt als überdimensioniert und zu teuer ablehnten. «Wir wollen nun eine günstigere Variante auf Gemeindeland an einem zentralen Standort ausarbeiten», sagt Feller. Denn: «Die zentrale Verwaltung wurde nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern die hohen Kosten.» Die Studie enthalte neben Abklärungen, ob der gewählte Standort aus planerischer Sicht sinnvoll sei, auch eine Kostenschätzung, sagt Feller. Geprüft werden drei Varianten: erstens ein Neubau, in den das bestehende Verwaltungsgebäude integriert würde. Zweitens ein vom bestehenden Gebäude unabhängiger Neubau; das bestehende Gebäude würde umgenutzt. Und drittens ein Neubau nur für die Infrawerke Münsingen, der später zu einer zentralen Verwaltung ausgebaut werden könnte. «Wir wollen so planen, dass die Infrawerke auch bauen könnten, wenn eine erneute Vorlage abgelehnt würde», sagt Feller. Alle Varianten würden «gemeindeeigene, unabhängige Projekte ohne Drittnutzung». Wohnungen oder Einkaufsmöglichkeiten sind nicht geplant. Wann das neue Projekt zur Abstimmung vorliegen wird, sei noch nicht abschätzbar, sagt Feller.Die FDP als grosse Gegnerin der letzten Vorlage begrüsst, dass der Gemeinderat nach einer neuen Lösung sucht. Allerdings knüpft sie ein mögliches Ja zum neuen Projekt an gewisse Voraussetzungen: «Es muss bürgerfreundlich sein und dem Steuerzahler etwas bringen», sagt Parteipräsident Reto Flück. (hpa) >

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