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Lärm-Limits für den Vorplatz

Für die Konzerte auf dem Vorplatz der Reitschule gebe es keine Sonderrechte, sagt Statthalterin Regula Mader.

Die Reitschul-Betreiber haben gestern in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass sie für die Konzerte auf dem Vorplatz ein «Bewilligungsgesuch für den Sommer 2009» einreichen werden. Sie reagieren damit auf einen Vorstoss von Philippe Müller (fdp), der sich nach der Bewilligungspraxis im Sommer 2008 erkundigt hat. Nach Angaben der Gewerbepolizei wurde damals für kein Konzert eine Bewilligung ausgestellt («Bund» von gestern).Laut Statthalterin Regula Mader geht es zurzeit aber noch nicht um die Bewilligungsfrage. Die Reitschulbetreiber hätten bis Mitte Februar Zeit, zu gewissen Auflagen für die Vorplatz-Konzerte Stellung zu nehmen. So müssten sie vor jedem Anlass eine Lautsprecher-Bewilligung bei der Gewerbepolizei einholen und die maximalen Dezibel-Grenzwerte melden. Konzerte an Wochenenden seien zweimal monatlich bis 23 Uhr erlaubt und dürfen den Grenzwert von hundert Dezibel nicht überschreiten. Werktags seien Konzerte bis 22 Uhr erlaubt. Der Lärm-Grenzwert betrage 96 Dezibel. Zweimal in der Woche sei eine Beschallung bis 100 Dezibel möglich. Sie habe den Reitschulbetreibern klar gemacht, dass es «keine Sonderrechte» gebe, sagt Mader. Die genannten Regelungen seien für Freiluft-Veranstaltungen im Rahmen der gastgewerblichen Bewilligung üblich. «Werden die Regelungen abgelehnt oder missachtet, werde ich einen Entzug der Bewilligung prüfen», sagt Mader.BDP/CVP wird der Lüge bezichtigtDie Reitschulbetreiber haben gestern die Fraktion BDP/CVP zudem aufgefordert, ihre Motion zur Einsetzung einer Geschäftsleitung im Kulturzentrum zurückzuziehen. Sie sehen darin den Versuch einer «Verstaatlichung» und werfen der BDP/CVP vor, «Tatsachen herbeizulügen, die keine sind.» Die Gewaltproblematik rund um die Reitschule sei «komplex» und bedürfe keiner «populistischen Rundumschläge» gegen die Reitschulstrukturen. Einen Rückzug des «unbedarften» BDP/CVP-Vorstosses fordert auch die Junge Alternative (JA). (bob)>

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