Zum Hauptinhalt springen

Kein Halbstunden- Takt für Schalunen

Die Bevölkerung von Schalunen möchte, dass die RBS-Züge häufiger in ihrem Bahnhof stoppen. Der Grosse Rat des Kantons Bern hatte Verständnis für die Schaluner. Ändern an der Situation wird sich aber vorerst nichts.

Der RBS-Zug auf der Strecke Bern–Solothurn wird vorerst auch weiterhin nur einmal pro Stunde in Schalunen halten. Der Grosse Rat hat es gestern abgelehnt, der Ortschaft verbindlich zu einem halbstündlichen Zughalt zu verhelfen. Die Region Schalunen kämpfe seit bald 20 Jahren für bessere Bahnverbindungen, monierte Motionär Thomas Fuchs (svp, Bern). Ein Halt alle halbe Stunde in Richtung Bern oder Solothurn sei an der Zeit. Es brauche nichts als «etwas guten Willen und Taten statt Worte», so Fuchs. «Auch beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs stossen wir an Grenzen», entgegnete Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (sp). Die Einpassung der Züge in die Knoten Bern und Solothurn erlaube es nicht, sowohl Büren zum Hof als auch Schalunen mit jedem der halbstündlichen Züge zu bedienen. Sonst seien die Anschlüsse nicht gewährleistet. Deshalb würden die beiden Haltestellen abwechselnd mit jedem zweiten Zug bedient. Ein mittelfristiger Angebotsausbau werde überprüft. Aber kurzfristig bleibe ihr nichts, als «schweren Herzens» die Ablehnung der Motion zu empfehlen, so Egger-Jenzer. Grossrätinnen und Grossräte zeigten Verständnis für das Anliegen der Schaluner Bevölkerung, die vor der Debatte am Morgen vor dem Rathaus um die Gunst der Politiker geworben hatte. Im letzten Jahr hatte die Gemeinde eine Petition mit gegen 2000 Unterschriften eingereicht. Es gelte, die Bedürfnisse des ganzen Kantons im Blick zu haben, sagte Sandra Wyss (Bern) namens der FDP-Fraktion. Es seien zu wenige Fahrgäste von dem Problem betroffen, hiess es weiter. Andere Fraktionssprecher erinnerten an weitere Regionen, etwa Frutigen, die ebenfalls wegen «weniger Minuten» mit Anschlüssen benachteiligt seien. Fuchs wandelte seinen Vorstoss in ein unverbindlicheres Postulat um, welches das Parlament mit 79 zu 44 Stimmen bei 4 Enthaltungen guthiess. Die Regierung muss nun immerhin prüfen, wie Schalunen doch noch zum halbstündlichen Halt kommen könnte. (sda)>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch