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«Ja, aber» zur Gemeinderechnung

Die Muriger Gemeindebehörden haben 2008 besser gewirtschaftet als budgetiert. Trotz einem Ertragsüberschuss von 1,9 Millionen Franken mahnte das Parlament aber zur finanzpolitischen Umsicht für die nächsten Jahre.

«Der Rechnungsabschluss darf als sehr erfreulich bezeichnet werden», sagte Hans-Rudolf Saxer (fdp) gestern Abend vor dem Parlament. «Unsere Finanzlage ist sehr gut, die Budgetgenauigkeit sehr hoch.» Während der Muriger Gemeinderat im Voranschlag noch mit einem Defizit von rund 1,3 Millionen Franken gerechnet hat, weist die Gemeinderechnung 2008 nach Abschluss einen Gewinn von 1,9 Millionen Franken aus. Bei einem Aufwand von 69,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 71,1 Millionen Franken entspricht dieses Ergebnis einer Besserstellung von 3,2 Millionen Franken gegenüber dem Budget. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugewiesen. Dieses wächst somit auf 25,3 Millionen Franken an (6,3 Steuerzehntel). Die Verschuldung konnte um eine Million auf 38 Millionen Franken reduziert werden.«Es sieht sehr gut aus»Die SP zeigte sich entsprechend dem guten Rechnungsabschluss erfreut über das Resultat. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Rechnungsabschluss», sagte Matthias Manz. Auch die FDP als grösste Fraktion urteilte positiv über das Finanzergebnis. «Es sieht sehr gut aus», sagte Adrian Kauth. «Die Rechnung konnte im Lot gehalten werden.» Auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld habe der Gemeinderat bewiesen, dass er die Ausgaben im Griff habe. Dennoch müsse man für die nächsten Jahre «mit allen Eventualitäten rechnen».Auch Martin Häusermann (forum) lobte die Rechnung, ging aber mit der FDP einig, dass «die nächsten Jahre eine echte Herausforderung» darstellten. Schliesslich sei das gute Ergebnis auf einmalige ausserordentliche Erträge zurückzuführen.Mehrertrag dank SteuernIn der Tat sind für das gute Muriger Rechnungsergebnis einerseits die gesteigerten Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen, andererseits die höheren Einnahmen bei den Erbschaftssteuern ausschlaggebend. Erstere konnten um 10 Prozent auf rund 29,7 Millionen Franken gesteigert werden, Letztere spülten 2,1 Millionen Franken mehr in die Gemeindekasse als vorgesehen. Zurückzuführen ist der Mehrertrag bei den Steuern auf höhere steuerbare Einkommen.Die Gemeinderechnung 2008 wurde schliesslich einstimmig vom Parlament genehmigt.

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