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Information soll Klarheit schaffen

Am 17. Mai befindet das Stimmvolk über die Zonenplanänderung Hofmatt. Knapp drei Wochen vor der Abstimmung startete der Gemeinderat gestern eine Informationsoffensive.

Worbs Gemeindepräsident zieht kurz vor der Hofmatt-Abstimmung nochmals alle Register und will die Verwirrung über das Überbauungsprojekt endgültig ausräumen. Worüber abgestimmt wird, erklärt Gfeller an öffentlichen Informationsveranstaltungen. An einer Pressekonferenz hat er über die Abstimmungsvorlage des Grossen Gemeinderates informiert.

Aldi seit 2005 im Gespräch

Fast vier Jahre ist es her, seit die beiden Grossverteiler Aldi und Lidl mit einer Baulandanfrage an die Gemeinde Worb herangetreten sind. Lidl hat sich in der Zwischenzeit zurückgezogen, Aldi hingegen möchte in Worb – am liebsten auf dem Hofmatt-Areal – nach wie vor eine Filiale eröffnen. Am 17. Mai wird nun eine Zonenplanänderung dem Überbauungsprojekt Hofmatt den Weg ebnen. Stimmt das Volk der Zonenplanänderung zu, so will der Gemeinderat auf dem bisherigen Parkplatz Hofmatt eine Überbauung inklusive Wohnungen, unterirdische Parkplätze, Dienstleistungen und einer Filiale des Grossverteilers Aldi bauen. Seit November 2008 läuft ein Referendumskomitee Sturm gegen diese Baupläne. Das Komitee will die Umzonung an wesentlich strengere Auflagen binden und hat einen Gegenvorschlag eingereicht. Das Projekt soll demnach ohne Aldi und mit einer Beschränkung der Autofahrten auf 1000 pro Tag realisiert soll.

Opportunitätsüberlegungen

Mit seiner Informationsoffensive knapp drei Wochen vor der Abstimmung will der Gemeinderat der Stimmbevölkerung klarmachen, dass es bei der bevorstehenden Abstimmung keineswegs nur um die Frage Aldi Ja oder Nein geht. Im Gegenteil: «So wenig, wie ich einem Maler mit der Begründung, wir hätten schon genügend Maler in Worb, verbieten kann, in Worb ein Malergeschäft zu eröffnen, so wenig können wir die Ansiedlung eines Grossverteilers verhindern», sagt Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (evp). Aus Opportunitätsüberlegungen setzt sich der Gemeinderat deshalb für das Projekt «Dreiklang» ein, bei dem Aldi im Untergeschoss des Gebäudes wäre. «Dort nützt uns die Filiale am meisten und schadet uns am wenigsten.»

Mehrverkehr sei gering

Hinzu kommt, dass Aldi laut Gfeller wiederholt die Absicht bekräftigt hat, in Worb oder zumindest in nächster Umgebung eine Filiale zu eröffnen. «Wenn Aldi an einer anderen Stelle ein Ladenlokal baut, dann profitiert der dortige Landeigentümer und die Gemeinde Worb geht leer aus.» Nebst finanziellen sprächen auch verkehrstechnische Überlegungen für den Standort Hofmatt. «Die Verkehrsbelastung nimmt für Worb gesamthaft am wenigsten zu, wenn die Aldi-Filiale auf der Hofmatt realisiert wird.» Grosso modo sei mit Mehrverkehr von rund einem Prozent zu rechnen.

Würde hingegen der Volksvorschlag angenommen, so könnte das Projekt «Dreiklang» nicht realisiert werden, sagt Gfeller. Würde die Überbauung nur mit Wohnungen – ohne Grossverteiler – realisiert, würden diese «unverhältnismässig verteuert» und auch für Bestverdienende kaum mehr erschwinglich.

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