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«Ich bereue den Entscheid nicht»

«Es ist das Ende einer Ära» – von diesem Satz wird geradezu inflationär Gebrauch gemacht, wenn ein Politiker von seinen Ämtern zurücktritt. Im Falle von Peter Bernasconi trifft die Aussage jedoch ins Schwarze: Zwei Jahrzehnte lang amtete der mittlerweile 60 Jahre alte SP-Politiker als Worber Gemeindepräsident. Er ist somit amtsältester Gemeindevorsteher in der Region Bern. Gestern wurde er nun im Kreise der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderats und des Parlaments sowie der Präsidenten umliegender Gemeinden und der Stadt Bern offiziell verabschiedet. Als er im Februar beschlossen habe zurückzutreten, habe ihn das «schon Überwindung gekostet», wie Bernasconi auf Anfrage sagte. «Ich bereue den Entscheid aber nicht.» Irgendwann müsse man loslassen. Wenn er zurückblicke, fühle er vor allem Dankbarkeit, so Peter Bernasconi: zum einen seiner Familie gegenüber, die ihn trotz seinem vollen Pensum stets unterstützt habe, zum anderen gegenüber seinen Mitarbeitern: «Wir waren wirklich ein gutes Team im Gemeinderat – und in der Verwaltung auch.» Manchmal habe es schon schwierige Situationen gegeben, aber bei gut 100 Mitarbeitenden könne ja nicht immer alles rund laufen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeindeparlament lobte Bernasconi. Trotz hitzigen Diskussionen sei es allen Parlamentsmitgliedern immer um die Sache gegangen – und nicht darum, sich zu profilieren.Ausstieg aus der GemeindepolitikDer scheidende Gemeindepräsident zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit: Der riesige Schuldenberg der Gemeinde sei von 55 Millionen auf gut 10 Millionen Franken abgetragen, der Bau des Altersheims und des Bären-Zentrums vorangetrieben sowie eine umfassende Ortsplanungsrevision verabschiedet worden. Manches hätte er gerne selber zu Ende gebracht, sagte Peter Bernasconi; den Bau der Umfahrungsstrasse etwa. Aber er müsse aufhören, solange er noch Zeit habe, mit etwas Neuem anzufangen. So habe er in den letzten zwei Jahren eine Ausbildung als Mediator absolviert. Neben dieser Arbeit will Bernasconi sich auch seinem Grossrats-Mandat widmen. «In die Gemeindepolitik werde ich mich aber nicht mehr einmischen.» (mzi)>

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