Zum Hauptinhalt springen

Gewerkschaften fordern politische Wende

Die Schweizer Gewerkschaften fordern vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise einen Kurswechsel. Unter dem Motto «Arbeit, Lohn und Rente statt Profit und Gier» soll deshalb morgen Samstag in Bern eine nationalen Grossdemonstration stattfinden.

Politik und Unternehmen handelten, als ob es die Krise nie gegeben hätte oder sie schon vorüber wäre, rügen Arbeitnehmervertreter. Unter dem Motto «Arbeit, Lohn und Rente statt Profit und Gier» rufen die Gewerkschaften deshalb für morgen Samstag in Bern zu einer nationalen Grossdemonstration auf, zu der rund 20000 Personen erwartet werden. Drei Formationen werden durch die Innenstadt zum Bundesplatz ziehen, wo am frühen Nachmittag die Kundgebung beginnt.

Arbeitnehmer hätten «Anspruch auf anständige Löhne und Arbeitsbedingungen», funktionierende Sozialversicherungen und Respekt, sagte Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), diese Woche an einer Pressekonferenz. Von alleine würden weder Bundesrat, Parlament noch Arbeitgeber eine taugliche Politik gegen die Krise einleiten, sagte Nico Lutz, Ko-Leiter Kommunikation und Kampagnen bei der Gewerkschaft Unia. «Die sozialen Kräfte müssen deshalb verbindlich Korrekturen dieser falschen Politik einfordern.» Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) will zudem gegen die Beiträge demonstrieren, welche die SBB-Angestellten zur Sanierung ihrer Pensionskassen beitragen müssen. Weil der Bund die Kasse falsch ausfinanziert habe, müsse das Personal nun mehr und länger einbezahlen und bekomme weniger, sagte SEV-Präsident Giorgio Tuti.

An der Kundgebung beteiligt sich auch der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse. Es gehe darum, von der Politik mehr Respekt für die zuverlässige, präzise und ehrliche Arbeit einzufordern, die den von den Banken zerstörten guten Ruf der Schweiz in der Welt begründet habe, sagte Präsident Martin Flügel. (sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch