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Frist für Bordell abgelaufen

Zwei Bordelle in der Berner Lorraine müssen schliessen, weil sie – gesetzeswidrig – in der Wohnzone liegen. Eines der Bordelle hätte gestern den Betrieb einstellen sollen.

Erotikbetriebe in Wohnzonen sind gesetzeswidrig. Aus diesem Grund hatte Bauinspektor Charles Roggo im Dezember zwei Liegenschaftseigentümer im Berner Lorrainequartier aufgefordert, die Sexsalons in ihren Häusern zu schliessen und diese wieder – wie ursprünglich – als Wohnungen zu nützen. Während der Besitzer der Liegenschaft am Lagerweg 12 dafür noch bis Ende April Zeit hat, lief die Frist im Fall des Hauses an der Lorrainestrasse 60 gestern um Mitternacht ab. Kein Baugesuch eingegangenBis zu diesem Zeitpunkt hätte der Liegenschaftsbesitzer ein nachträgliches Baugesuch einreichen oder der Aufforderung des Bauinspektorates Folge leisten müssen. Ein Baugesuch sei nicht eingegangen. «Das war absehbar, denn ein solches hätte ohnehin keine Chance gehabt», sagt Roggo. Ob die Rotlicht-Nutzung tatsächlich aus dem Haus verschwunden ist, wird die Polizei in den nächsten Tagen überprüfen. «Sollte dies nicht der Fall sein, so wird eine Wiederherstellungsverfügung angeordnet», erklärt Roggo. Der Eigentümer des Hauses könnte dagegen allerdings Beschwerde einreichen.Allein seit Anfang Jahr hat die Stadt sechs Erotikbetriebe in Wohnzonen verboten («Bund» vom 26. März 2009). Allerdings nimmt sie dabei eine recht pragmatische Haltung ein: «Wir reagieren nur, wenn eine baupolizeiliche Anzeige eingeht oder wenn unsere Baukontrolleure auf eine zonenwidrige Nutzung stossen», sagt Roggo. Im Fall der beiden Häuser in der Lorraine sind Anzeigen eingegangen. Seit Jahren beklagten sich die Nachbarn über ein vermehrtes Verkehrsaufkommen in der Nacht sowie über Geschrei. Ausserdem will die Stadt auf der benachbarten Parzelle des Hauses am Lagerweg ein Wohnhaus errichten. Sie fürchtet, die Rotlicht-Nutzung nebenan könnte mögliche Investoren und Mieter abschrecken.

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