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Eine zweite «Volo» ist möglich

Die Garage Alcadis am Centralweg 9 muss bis April 2009 ausziehen, um einer Wohnüberbauung Platz zu machen.

Die Garage Alcadis am Centralweg 9 in der Lorraine, die sich auf Stadtboden befindet, muss bis Ende April 2009 ausziehen. «Der Mietvertrag ist bereits mehrfach verlängert worden und läuft nun definitiv auf diesen Termin hin aus», sagt Liegenschaftsverwalter Fernand Raval. Im Anschluss daran sollen die Gebäude abgebrochen und das Terrain zur Abgabe im Baurecht ausgeschrieben werden. Gemäss Submission der Abbrucharbeiten im «Anzeiger» muss auch belastetes Material entsorgt werden. «Es handelt sich am asbesthaltige Gebäudeteile und ölbelastete Betonteile», sagt Raval. Die Kosten für den Rückbau und die Entsorgung müsse die Alcadis AG als Verursacherin der Belastung zahlen, sagt Raval.Stadt will keine ZwischennutzungGemäss Zonenplan beträgt die gewerbliche Nutzung maximal zehn Prozent. Der Rest ist für Wohnungsbau vorgesehen. Die Stadt wird laut Raval nicht selber bauen. Das Wohnprojekt, die Durchführung eines allfälligen Architekturwettbewerbs und die Investorensuche seien Sache des künftigen Baurechtnehmers. Laut Raval ist auch genossenschaftlicher Wohnbau im Stil der benachbarten Überbauung «Vordere Lorraine» (Volo) möglich. Der Verein «Läbigi Lorraine» hat gegen den Abbruch Einsprache erhoben, diese aber wieder zurückgezogen. «Die Stadt hat uns zuerst gefragt, ob wir bei der Brachlandnutzung mithelfen», sagt Vereinsmitglied Catherine Weber. Dieses Anliegen sei im Verein aber auf wenig Zustimmung gestossen. «Da es zuerst nach einer drei- bis vierjährigen Wartezeit bis zum Baubeginn aussah, wollten wir über eine kulturelle Zwischennutzung und eine Nutzung als Quartiertreff reden», sagt Weber. Laut Liegenschaftsverwalter Raval ist eine Zwischennutzung aber nicht möglich, solange die Altlasten nicht beseitigt sind. «Jetzt hat es ja auch Leute, die dort arbeiten», sagt demgegenüber Catherine Weber. Der Verein habe die Einsprache zurückgezogen, weil die Stadt versichert habe, dass es keinen lang andauernden Leerstand geben soll. Eine längere Wartezeit soll es nach dem Willen der Stadt in der Tat nicht geben. «Wir wollen, dass so schnell wie möglich gebaut wird», sagt Raval. Im Stadtrat ist zurzeit ein Vorstoss von Luzius Theiler (gpb) zum Centralweg hängig, der Wohnungen für «tiefere und mittlere Einkommen», den Verzicht auf den Bau einer Einstellhalle und die Integration eines Quartiertreffs fordert. Die Sex-Salons bleibenDie Stadt erwog ursprünglich auch den Erwerb des Baurechtes an der Liegenschaft Lagerweg 12, in der heute vornehmlich zonenwidrige Salons angesiedelt sind. Die Verhandlungen mit der Eigentümerschaft seien aber gescheitert, wie Raval erklärt. «Eine Überbauung des ganzen Strassenzugs wäre attraktiv gewesen», sagt Raval.

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