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Eine Fusion mit Wehmut

Anfang 2011 sollen Albligen und Wahlern zur Gemeinde Schwarzenburg verschmelzen. An einem Diskussionsabend wurde klar: Die Albliger sorgen sich um ihre Mitbestimmungsrechte.

«Die Gemeindefusion ist so wie eine Heirat ein freudiges Ereignis», sagte Peter Staudenmann, Projektleiter der interkommunalen Arbeitsgruppe Fusion Wahlern - Albligen (IKA), am Donnerstag an einem Informationsabend in Schwarzenburg vor ungefähr 200 Zuhörern. Um gleich anzufügen, dass der Druck die Ehe einzugehen, für Albligen (500 Einwohner) deutlich grösser sei als für Wahlern (6300). Die IKA präsentierte in der Folge die wichtigsten Eckdaten der geplanten Fusion. Die neue Gemeinde soll, wie ihr Hauptort, den Namen Schwarzenburg tragen. Ebenfalls wird sie das Schwarzenburger Wappen übernehmen. «Das heisst jetzt aber nicht, dass Personen aus Wahlern und Albligen nun neue Identitätskarten und Pässe anfertigen müssen», sagte Regula Reinhardt von der IKA. Der Herkunftsort in den amtlichen Dokumenten muss nicht auf Schwarzenburg geändert werden. Albliger zahlen weniger SteuernGute Nachrichten gibt es für die Albliger betreffend die Steuerbelastung; sie profitieren vom tieferen Steuersatz in Wahlern. Die IKA berechnete für eine Musterfamilie eine Einsparung von knapp 500 Franken pro Jahr nach der Fusion. Für die Einwohner aus Wahlern wird sich hingegen gemäss Peter Staudenmann die Steuerbelastung nicht verändern. Während einer Übergangsfrist von zwei Jahren (2011/12) wird der neue Gemeinderat acht Mitglieder haben, wobei Albligen einen garantierten Sitz erhält. Die sieben anderen Gemeinderäte werden von der Gemeinde Wahlern gestellt. Ab 2013 wird der Gemeinderat auf sieben Personen reduziert. Speziell nach der Übergangsphase fürchten einige Albliger, dass ihre Anliegen nicht mehr vertreten werden: «Ich habe Angst, dass wir in der neuen Gemeinde Schwarzenburg nur noch das fünfte Rad am Wagen sind», sagte ein Zuhörer. Diesen Befürchtungen trat Bruno Mäder (parteilos), Gemeindepräsident von Albligen, entgegen: «Die neue Gemeinde wird euch Albligern genauso gehören wie allen anderen», sagte er. Er richtete sich vor allem an diejenigen Albliger, die im September des letzten Jahres für eine Fusion mit Ueberstorf gestimmt hatten (siehe Kasten). Mäder, der sich selber für eine Fusion mit Ueberstorf eingesetzt hatte, räumte ein, dass für die meisten Albliger die Fusion ein emotionales Thema bleibt: «Natürlich ist Wehmut dabei, das gehört dazu.» Schule in Albligen soll bleibenAuch die Schule in Albligen wird nach der Fusion aller Voraussicht nach weiter bestehen: «Die heutigen Kinderzahlen geben uns berechtigte Hoffnungen, dass die Schule in Albligen auch nach der Fusion mit derjenigen in Wahlern gleichgestellt wird», sagte Elisabeth Kollbrunner von der IKA. Am 13. Juni 2010 werden die Stimmbürger beider Gemeinden über die Fusion abstimmen. Geplanter Zeitpunkt der Fusion ist der 1. Januar 2011.>

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